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Waren Evangelikale "nützliche Idioten" für US-Wahl?

Manche Menschen merken aber auch alles: War es jedem nüchternen Beobachter schon lange bewusst, dass die amerikanischen Demagogen sich der abergläubischen Frömmigkeit der Massen bedienen, um sich ins höchste Staatsamt wählen zu lassen, so brauchen mache eben länger. Verwunderlich ist es dennoch:

"Evangelikale Christen seien von Hierarchen im Weißen Haus intern als albern, bekloppt und geisteskrank verunglimpft worden, schreibt Kuo."

Wie wenig bibelfest sie doch sind, diese evangelikalen Christen; beschimpft sie doch selbst ihr Herr und Meister, der Nazarener, in seiner Bergpredigt auf die gleiche Weise:

"Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich." (Matthäus 5, 3)

Staatsmänner sind eben "Antichristen der That durch und durch", wie der Philosoph so vortrefflich anmerkt. Wieso sollten sie also die geistige Armut anderer nicht zu ihrem Vorteil nutzen? Als ob die evangelikalen Christen nicht ganz genau wüssten, mit wem sie sich da eingelassen haben:

19.10.06 16:38


"Die republikanische Verfassung ruhte zumeist darauf, daß der Bürger zugleich Soldat, der Soldat vor allem Bürger war; es war mit ihr zu Ende, sowie ein Soldatenstand sich bildete."

- Theodor Mommsen
14.10.06 08:52


"Tag und Nacht durchzechen sie und man könnte sie ebenso gut mit der Lieferung berauschender Getränke besiegen wie durch die Gewalt der Waffen."

- Tacitus (über das Leben der Germanen)
14.10.06 03:30


"Die größte aber unter diesen Huldigungen war die unfreiwillige, die Caesar ihm erwies, indem er von der geringschätzigen Milde, mit welcher er seine Gegner, Pompeianer wie Republikaner, zu behandeln gewohnt war, allein gegen Cato eine Ausnahme machte und noch über das Grab hinaus ihn mit demjenigen energischen Hasse verfolgte; welchen praktische Staatsmänner zu empfinden pflegen gegen die auf dem idealen Gebiet, ihnen ebenso gefährlich wie unerreichbar, opponierenden Gegner."

- Theodor Mommsen
13.10.06 23:44


Fotografiert Kai Diekmann!

Eigentlich selbsterklärend, oder? Also, meine lieben Handykinder, benutzt doch mal euren unnützen Luxus, um etwas Lustiges zu tun...

Die Hamburger Lokalpostille "Der Spiegel" beteiligt sich übrigens auch...
13.10.06 22:36


Diese Zentralisierung mehrerer kleiner Gemeinden in einer größeren war natürlich nichts weniger als eine spezifisch römische Idee. Nicht bloß die Entwicklung Latiums und der sabellischen Stämme bewegt sich um die Gegensätze der nationalen Zentralisation und der kantonalen Selbständigkeit, sondern es gilt das gleiche auch von der Entwicklung der Hellenen. Es war dieselbe Verschmelzung vieler Gaue zu einem Staat, aus der in Latium Rom und in Attika Athen hervorging; und eben dieselbe Fusion war es, welche der weise Thales dem bedrängten Bunde der ionischen Städte als den einzigen Weg zur Rettung ihrer Nationalität bezeichnete. Wohl aber ist es Rom gewesen, das diesen Einheitsgedanken folgerichtiger, ernstlicher und glücklicher festhielt als irgendein anderer italischer Gau; und eben wie Athens hervorragende Stellung in Hellas die Folge seiner frühen Zentralisierung ist, so hat auch Rom seine Größe lediglich demselben hier noch weit energischer durchgeführten System zu danken.

&

Tatsächlich freilich wird Rom damals schon die Hegemonie besessen haben, wie denn, wo immer ein einheitlicher Staat und ein Staatenbund in eine dauernde Verbindung zueinander treten, das Übergewicht auf die Seite von jenem zu fallen pflegt.

- Theodor Mommsen, "römische Geschichte"

(So und wer nun lustig ist, überträgt die hier beschriebenen Zustände auf das Verhältnis Amerikas zu Europa und zieht seine Schlüsse – ziemlich schlimm, nicht Schröder?)
7.10.06 07:18


Die muselmanischen Mimosen laufen ein weiteres Mal Amok

Dieses Mal hat ein Philosophielehrer ihren Zorn erregt: Der Schelm hat doch tatsächlich behauptet, das Mohammedanertum sei hasserfüllt und gewalttätig. Nun wird er mit Morddrohungen bombardiert – eine höchst eindrucksvolle Art und Weise, sich gegen den Vorwurf der Gewalttätigkeit zu wehren; man bedroht den Kritiker einfach mit dem Tode. Eigenartig aber, dass bisher nur die FAZ diese Meldung veröffentlicht hat. Üben sich die Medien etwa in Selbstzensur, damit es keinen Kampf der Kulturen gibt? Ei, wißt ihr denn nicht, dass dieser schon seit 1400 Jahren tobt? Solange versucht nämlich das Mohammedanertum schon Europa zu überrennen – bisher waren alle Versuche nicht gerade von Erfolg gekrönt und es wäre eine ewige Schande, wenn ausgerechnet das moderne, aufgeklärte und demokratische Europa hier versagen würde...

Die schnelle Reaktion der Regierung kann nur ein erster Schritt sein; Angriff ist die beste Verteidigung. Es genügt also nicht, den Philosophen nur zu schützen, man muss vielmehr alle diejenigen ausweisen und einsperren, die derartige Gewaltfantasien hegen, unterstützen oder rechtfertigen. Ärgerlich sind aber auch die Nebeneffekte: Die Nazis nützen die berechtigte Aversion gegen das Mohammedanertum, da die demokratischen Parteien sich nicht an dieses Thema wagen, zum Stimmenfang und selbst die CDU profitiert davon:

Günther & die Fußfesseln

Es ist also an der Zeit den mohammedanischen Sumpf trockenzulegen und sich nicht am Konferenztisch Lügenmärchen erzählen zu lassen...
6.10.06 21:34


Internetknast für Raubkopierer

...so jetzt könnt ihr euch schon mal selbst einsperren, damit die liebe Plattenindustrie nicht überfordert ist.
5.10.06 19:39


THX 1138

Kreative Menschen sollten auf gar keinen Fall in Singapur Urlaub machen, es könnte ihrem künstlerischen Schaffen eine neue, verstörende Dimension geben. Wie hier geschehen: Die Handlung von THX 1138 spielt in einer unterirdischen Stadt, in der die Menschen wohl nach einem nuklearen Krieg oder sonst einer Katastrophe Zuflucht suchen mussten – vergleichbar mit 12 Monkeys. Die dortige Gesellschaft gleich einem kapitalistischen Totalitarismus: Die Menschen sind kahlrasierte und uniform gekleidete Maschinen geworden. Erreicht wird dies durch staatliche verordnete Drogeneinnahme, wobei es ein schweres Vergehen ist, die Drogen abzusetzen. Die Menschen agieren wie seelen- und gefühllose Roboter. Doch anders als bei 1984 gibt es niemanden, der dahinter steht, keine machtgierige und skrupellose Innere Partei. Die Gesellschaft überwacht sich selbst, jeder kontrolliert jeden und alles steht unter ständiger Beobachtung. Es gibt keine Privatsphäre mehr, keine Intimität und auch keine Sexualität – und wenn doch, dann führt dies zu verheerenden Konsequenzen für die Regelbrecher. Natürlich folgt auch diese Gesellschaft einer Ideologie: Barmherzigkeit und Toleranz sind ihre Gebote; auch die Religion darf nicht fehlen, in Anlehnung an den Katholizismus berichten die Menschen ihre Gefühle in Gefühlen und erhalten dafür den Segen des Staates und der Massen – verbunden mit der Aufforderung mehr zu kaufen und dankbar zu sein, dass es den Handel gibt. Eine unerträglich langweilige Welt, in der es keine Kunst mehr gibt, außer den holographischen Unterhaltungssendungen (worin auch meine Anspielung auf Singapur ihren Ursprung hat) – alles in dieser Welt ist auf Ökonomie ausgerichtet.

In dieser Welt lebt THX 1138 (richtig, die Menschen tragen nicht länger einen Namen und Familien gibt es auch nicht mehr), ein Techniker in der Roboterfertigung. Dank der Drogen ist er zufrieden und möchte Teil der Gesellschaft sein. Seine Mitbewohnerin, LUH 3417, setzt ihn allerdings unfreiwillig auf Entzug und es entwickelt sich eine emotionale Beziehung zwischen den beiden. Was natürlich die rigorose Maschine des Systems auf den Plan ruft – fortan beginnt der Kampf zwischen THX 1138 und dem System, dem der Dissident so verzweifelt entkommen möchte.

Ein bemerkenswerter, wahrhaft visionärer Film: Ebensosehr eine Warnung vor einer totalitären Zukunft im Zeichen lückenloser Überwachung als auch eine beißende Kapitalismus-, Konsum- und Gesellschaftskritik. Visuell meisterhaft und durchgehend Glaubwürdig inszeniert (selbst der humoristische Effekt der Roboterpolizisten hält sich in Grenzen). Gehirnwäsche und Auslöschung der Individualität wirken beklemmend real. Versteht man den Film allegorisch, so könnte man darin anarchistisches Gedankengut ausmachen; das erklärte Streben dieser Gesellschaft dem Einzelnen doch nur helfen zu wollen, indem man sein Selbst auslöscht und ihm zu einem Zahnrad im Ganzen macht, ist allzu offensichtlich. Man könnte aber auch ein Stückweit Nietzsches Gedanken darin erkennen: Die Sonne am Ende erinnert zumindest mich stark an den Zarathustra – wie dem auch sei, die Szene mit den inhaftierten Dissidenten, die alle verschiedene Ansätze und Lösungen zur Überwindung des Systems haben, aber nicht fähig sind sich wirklich gegen dieses zu erheben, gehört zu den zynischsten Abrechnungen mit allerlei Systemkritik, die mir bekannt sind)

10/10

(Erschreckend übrigens, dass dieser Film von George Lucas stammt.)
4.10.06 17:14


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