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worauf man so alles st?sst, wenn man bei gooooogle Nine Inch Nails eintippt...

Zitat:

Die besten Alben

Nine Inch Nails: "The Downward Spiral"

Schluss mit der unertr?glichen Leichtigkeit des Seins!

i am the voice inside your head
and i control you
i am the hate you try to hide
and i control you
mr self destruct

1995 war ein ?u?erst merkw?rdiges Jahr. Die Kelly Family, DJ Bobo, Scooter und andere bescheuerte Dance-Acts bev?lkerten die Charts. Elton John n?lte mit dem K?nig der L?wen durch die Savanne und Michael Jackson nervte mit dem Earth Song. Die Welt schien bunt und fr?hlich - f?r die einen. Wir anderen lebten in einer Gegenwelt, deren Soundtrack Ministry, Type O Negative, KMFDM und Konsorten lieferten. Der Gott der Gegenwelt hie? Trent Reznor, seine Erzengel waren die Nine Inch Nails, und "The Downward Spiral" war die Bibel. Und wie alle religi?sen Werke versprach auch dies die Erl?sung.

nothing can stop me now
i don\'t care anymore
piggy

Und Erl?sung brauchte ich damals wirklich! Gott, wie quietschbunt und harmonisch doch alles war. Sushi und Ruccola traten den Siegeszug auf den Tellern an, Party-Smalltalk erstickte im Betroffenheitsgelaber und \'B?rsianer\' war noch kein Schmipfwort. Aber Israels Regierungschef Yitzhak Rabin wurde erschossen, amerikanische Rechtsextremisten (!) t?teten mit einer Bombe in Oklahoma-City 168 Menschen und das K?rzel BSE erlangte traurige Ber?hmtheit und bescherte Vegetariern einen kurzen Moment des "wir-wussten-es-schon-immer"-Hochgef?hls. Na gut, der seit vier Jahren tobenden B?rgerkrieg in Ex-Jugoslawien ging zu Ende, und ?sterreich trat endlich der EU bei. Aber irgendwie reichte das nicht f?r positive Gef?hle.

Ach ja, was sagte der K?nstler selber?
I think that "The Downward Spiral" is the perfect drug for all of those who don\'t want to live in this world. But they are all forced by birth. This record is a way to leave this world for just 1 hour.
Trent Reznor, NIN my whole existence is flawed
you get me closer to god
closer

Ist es da ein Wunder, dass ausgerechnet das aggressive Juwel "Downward Spiral" zum Hoffnungsschimmer wurde? Hatte f?r mich Punk Ende der 70er den Rock gerettet, so schaffte Reznor in den 90ern die Wiederbelebung mit Industrial. Es war zwar erst das zweite \'richtige\' NIN Album nach "Pretty Hate Machine", war aber wieder voll gepackt mit Gift, Galle und Verzweiflung. Und einen Tanzhit hatte es auch: Ohne "Closer", einer veritablen down-tempo-Nummer, lief damals in den besseren Tanz-Clubs gar nichts.

i want to know everything
i want to be everywhere
i want to fuck everyone in the world
i want to do something that matters
i do not want this

Doch in der ?berw?ltigenden Mehrheit der Lieder dominierten schwere, aggressive Gitarren, harte Beats und so ziemlich jedes K?cheninstrument, welches sich samplen lie?. Textzeilen ? la "I want to fuck you like an animal" vergr?tzten gerne mal die Tina-Turner-gew?hnten Geh?rg?nge und Titel wie "Mr. Self Destruct", "Eraser", "Ruiner" oder "I do not want this" gaben einen klaren Hinweis auf den mentalen Standpunkt des Musikers - wahrscheinlich trifft \'apokalyptischer Hardcore\' es noch am besten.


i hurt myself today
to see if i still feel
i focus on the pain
the only thing that\'s real
hurt

Aber die wahre Genialit?t liegt im Umarmen des Gegens?tzlichen: Bei Trent Reznor, der damals meinen weiblichen Freundeskreis zu fast jeder schmutzigen Phantasie inspirierte, liegt ein Gro?teil des Charmes auch in der ausgelebten Polarit?t. Das Album vereinte Sanftheit und H?rte, Lust und Entsetzen, Aggressivit?t und Trauer. Und nichts, wirklich nichts reichte in punkto Traurigkeit an "Hurt" heran. Sparsamst instrumenitert, zerkratzen die leisen Piano-T?ne jede Abgekl?rtheit. Wie in lang verdr?ngten Teenager-Tagen kamen die W?nde langsam n?her, und der Magen fing an sich zu drehen. Das Sch?ne daran, eben nicht mehr Teenager zu sein, war dann die Erkenntnis, dass Trauer heilsam ist und besondere Platten etwas Kathartisches haben k?nnen. In diesem Sinne...

Oder um mit Trent Reznor zu sprechen: "Today the world still looks as bad as 1995. And this will never change. That\'s why this record will never die."


Karin Spitra

Zitat Ende

...die M?chtegern-Kultur-Snobs sollten sich in Acht nehmen - sonst m?ssen ihre Kinder vielleicht mal NIN in der Oper ertragen...
4.9.04 22:30


Wie es scheit d?rfte bald eine All-Star Version von Shakespeares ?der Kaufmann von Venedig? in die Kinos kommen?

the merchant of venice

Gedreht wird das Ganze vom Selben Regisseur der auch George Orwells 1984 verfilmt hat, was ihm eigentlich auch sehr gut gelungen ist. Einige der Hauptrollen werden von bekannteren Schauspielern ?bernommen ? so ist beispielsweise Ex vorzeige Gangster Al Pacino als notorischer Jude Shylock zu sehen?

Im St?ck selbst widmet sich der Dichter neben einer romantisch-heiteren Liebeskom?die dem Thema Antisemitismus ? zwar wird klar das der Dichter eher den klassischen katholisch-christlichen Judenhass thematisiert als den modernen der das Judentum nicht als Religion sondern als Rasse/ethnische Gruppe sieht ? da Shylocks Tochter Jessica sp?ter Lorenzo heiratet und zum Christentum ?bertritt, so wie Shylock durch Porzia juristische Hinterlist gezwungen wird sich taufen zu lassen, damit er die H?lfte seines Besitzes behalten darf.

Nur wie man am Ende erkennen kann neigt sich die dramaturgische Wagschalle am Ende gegen die Juden/das Judentum ? auch wenn im St?ck verschiedene Ansichten und Beterachtungen vorgetragen werden.

Dadurch das Shakespeare eine Art Homer der Moderne ist und weder ?ber sein Leben noch die Urheberschaft seiner Werke es gesicherte Fakten gibt, k?nnte es durchaus sein das nicht alle der St?cke die Heute unter seinem Namen bekannt sind, auch von ein und der Selben Person geschrieben worden sind. Von allen St?cken ist der Kaufmann von Venedig eines der St?cke bei denen ich am Ehesten darauf tippen w?rde ? sehr Vieles darin wirkt, die anderen St?cke betrachtet, sehr ungew?hnlich f?r Shakespeare.

Die Sprache, Charaktere, Dialoge und Handlung ? die poetische ?berh?hung der Sprache fehlt; die Dichtung klingt anders mehr lebensnaher und nicht k?nstlich entr?ckt wie in anderen St?cken. Auch die durchaus tiefsinnige argumentative Konfrontation zwischen Judentum und (katholischen) Christentum, wie sie durch Antonio und Shylock vorgetragen wird, erscheint mir untypisch ? in den anderen St?cken benutzten die Charaktere des Dichters bestenfalls religi?se Phrasen als belangloses Beiwerk und werden in ihrem Handeln nicht davon bestimmt, Antonio hasst Shylock nicht als Mensch sondern f?r dessen Religion und weil er Zinsen auf verliehenes Geld nimmt ? was die katholische Kirche als von der Bibel verboten betrachtete und ihren Sch?fchen im Mittelalter zu verbieten suchte, mit ein Grund f?r die Beschr?nkung der Geldverleihert?tigkeit auf die Juden.

Auch schreibt Shakespeare meist ?ber Adlige und bedeutende historische Pers?nlichkeiten nicht ?ber gew?hnliche Menschen. Seine Themen sind die verschieden Seiten der menschlichen Natur ? es ringen Hass, Liebe, Treue, Verrat, Rache und Wahnssinn in seinen St?cken miteinander. Soziale Konflikte wie Antisemitismus dagegen scheinen ihm fremd. Antonio und Shylock wirken nicht wie die ansonsten sehr individuell gezeichneten Shakespearefiguren ? ihre Motive sind keine pers?nlichen, sondern sie verk?rpern die gesellschaftliche Gruppe der sie angeh?ren.
5.9.04 17:30


die Notwendigkeit des B?sen?

(vorausgesetzt die Gesellschaft ? die menschliche Welt - ist ein Produkt des menschlichen Willens)

Viele Eigenschaften und Empfindungen des menschlichen Wesens ? wie Habgier, Neid, Hass, Rache, Gleichg?ltigkeit, Hartherzigkeit, Trauer, Verzweiflung, Ablehnung, Wut, Depression, Rache, Melancholie, Leid, Feindschaft, Zorn, Schmerz, Hinterh?ltigkeit, Eifersucht und andere ? werden pauschal als b?se (negativ) betrachtet und im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass eine Welt ohne diese Eigenschaften, ein ideales und vollkommenes Paradies w?re in dem alle gl?cklich w?ren?

Zwar halte ich es f?r falsch die Welt in b?se (negativ) und gut (positiv) abstrahieren zu wollen ? das Dasein ist zu komplex, widerspr?chlich und facettenreich um sich mit diesen ?u?erst unzul?nglichen Begriffen fassen zu lassen. Doch im Verstand existiert diese Einteilung und Bestimmt vielfach das Denken und Handeln ? die Annahme das alles was als b?se betrachtet wird daran schuld ist das die Welt kein harmonisches Paradies ist und somit die (endg?ltige) Beseitigung von allem was b?se ist, dazu f?hren w?rde das die Welt vollkommen und frei von Leid und allen ?beln w?re.

Nur es stellt sich die Frage ob ein solches ?Paradies? auch w?nschenswert w?re, denn in vielerlei Hinsicht erscheinen mir die negativen Teile des menschlichen Wesens als notwendig.

Freiheit eines der wichtigsten Dinge des Daseins und des Lebens ist immer die Freiheit zu w?hlen und w?rde es nur noch die als positiv empfundenen Teile des menschlichen Wesens geben ? Liebe, Freundschaft, Gl?ck, G?te, Freude, Mitgef?hl, Sympathie, Hoffnung, etc. ? so g?be es keine Freiheit zu w?hlen mehr; und der Geist w?re in dem Guten gefangen, Freiheit ist nun mal auch immer die Freiheit das Falsche zu tun?

Entwicklung ? zum Guten wie zum Schlechten ist ohne Freiheit und Unvollkommenheit nicht denkbar, eine solche perfekte Harmonie ? wo niemals etwas falsches oder ungerechtes passieren k?nnte, w?rde auch eine Zeit immerw?hrenden Stillstands bedeuten, da ohne Zweifel und ohne den Willen und die F?higkeit das als b?se empfundene zu tun keine Ver?nderung m?glich w?re.

auch noch wichtig: das B?se macht die Welt erst unterhaltsam und ertragenswert. Was w?re das Leben ohne die negativen Seiten des Daseins, ohne den immerw?hrenden Kampf der guten und der b?sen Seiten des Wesens? Mich haben vollkommene und harmonische Dinge schon immer gelangweilt und in mir regt sich ein tiefer Widerwillen das vollkommene Gute.

Nahezu alle Filme, B?cher und Musik ? ja eigentlich Alles was mir gef?llt mich begeistert wird entweder durch den Kampf der verschiedenen Teile des menschlichen Wesens bestimmt oder die als b?se empfundenen dominieren das Geschehen, selbst wenn sie am Ende unterliegen ? so bl?ht sehr oft nahezu alles durch sie allein?

In einer Welt leben zu m?ssen in dem ich Alles und Jeden m?gen w?rde und Alles und Jeder mich m?gen w?rde ? w?re wohl eines der schlimmsten denkbaren Schicksale?

Daher bin ich auch sehr froh dar?ber, dass der menschliche Charakter einer solche Welt unm?glich macht und es das B?se immer geben wird ? und wie als wollten das Leben und die Evolution das Streben nach den reinen Guten verh?hnen und parodieren, errichten alle Bewegungen und Ideologien, welche die Menschheit in eine vollkommene Welt f?hren wollen und davon ?berzeugt sind im Besitzt des wahren Guten zu sein, eine schlimmere H?lle als es die vorherige Welt war und begehen grausamste Taten um zu ihrem Ziel zu gelangen ? denn sie alle wissen das es nur einen Weg eine perfekte Welt zu geben scheint: die Vernichtung allen B?sen, was sehr oft identisch ist mit der Beseitigung von allen die als B?se gelten oder b?ser Handlungswei?en und Ansichten verd?chtig werden; und schon allein die Ablehnung selbst von Teilen der wahren Heilslehre ist oftmals identisch mit b?se sein?

(leider k?nnen auch an sich gute Bewegungen von diesem Denken korrumpiert werden, so wie die franz?sische Revolution)
10.9.04 20:14


der WC-Spiegel scheint seine verw?hnte Leserschaft mit "kontroversen" Artikeln vertreiben zu wollen...

Klospiegel

(aber lesenswert das Ganze)
11.9.04 17:30


Der Angriff der Klone?

Mach mal kommt es mir so vor als g?be es bestimmte sich wiederholende ?Muster? f?r Menschen ? an verschiedensten Orten begegnen einem Menschen die in Aussehen. ihrer Art zu sprechen, Kleidung, Sprache, Ansichten, einfach in jeder Hinsicht, auf den ersten Blick, Menschen gleichen die einem an anderen Orten begegnet sind und wie deren Zwillingsbr?der oder Klone wirken ? das macht mir Angst (manch mal)?
18.9.04 23:44




G l o s t e r: Geh nur des Wegs, den du nie wiederkehrst, ehrlicher einf?ltiger Clarence! So sehr liebe ich dich, dass ich schon bald dem Himmel deine Seele senden werde, wenn der Himmel das Geschenk aus meiner Hand annehmen will

Richard III kommt endlich wieder einmal im Fernsehen (Donnerstag auf ARD), zwar sp?t Nachts ? wie mittlerweile fast alle guten Filme ? aber das macht ja nichts?

Wie ich bereits erw?hnte wird in diesem Film Handlung und Originaltext von Shakespeares Drama, das den Abschluss seiner St?cke ?ber die Rosenkriege bildet, in ein fiktives England der 30ziger Jahre verlegt. Uniformen, Baustill, Technik und Musik jener Zeit bilden so die Kulisse f?r die sp?tmittelalterliche Handlung ? was das Ganze zu einer gro?artigen Einheit verbindet. Wie bei nahezu allen Filmen die zum Gro?teil auf Theaterstoff und Schauspieler zur?ckgreifen, ist auch in diesen Film die schauspielerische Darbietung gro?artig ? die Figuren erwachen richtig zum Leben und die Dialoge wirken lebendig. Die Hintergrundmusik st ebenfalls erstklassig und verst?rkt die Handlung an vielen stellen eindrucksvoll ? die euphorische Musik bei der Landung Richmonds gegen Ende des St?cks oder die traurige Melahnkonische Musik als Clarence dem W?rter von seinem Albtraum berichtet?



Gloster: Sie tun mir Unrecht, und ich will\'s nicht dulden. Wer sind sie, die beim K?nig sich beklagen, Ich sei, man denke, hart und lieb\' sie nicht? Beim heiligen Paul, der liebt ihn obenhin, Wer so sein Ohr mit Zankger?chten anf?llt. Weil ich nicht schmeicheln und beschwatzen kann, Zulachen, streicheln, hintergehn und kriechen, Fuchsschw?nzen wie ein Franzmann und ein Aff\', So h?lt man mich f?r einen h?mischen Feind. Kann denn ein schlichter Mann nicht harmlos leben, Dass nicht sein redlich Herz misshandelt w?rde Von seidnen, schlauen, schmeichlerischen Gecken?

G r e y: Mit wem in diesem Kreis spricht Euer Gnaden?

G l o s t e r: Mit dir, der weder Tugend hat noch Gnade.Wann kr?nkt\' ich dich? wann tat ich dir zu nah? Und dir? und dir? Wann einem eurer Rotte? Die Pest euch allen! Unser gn?diger F?rst ? Den Gott erhalte, besser als ihr w?nscht! ? Kann kaum ein Atemholen ruhig sein, Dass ihr ihn nicht mit w?sten Klagen st?rt.

E l i s a b e t h: Bruder von Gloster, Ihr mitnehmt die Sache. Der K?nig hat, auf eignen h?chsten Antrieb Und nicht bewogen durch ein fremd Gesuch, Vielleicht vermutend Euren innern Hass, Der sich in Eurem ?u?ern Tun verr?t, Auf meine Kinder, Br?der und mich selbst, Zu Euch gesandt, damit er so erfahre Die Ursach\' Eures Grolls und weg sie schaffe.

G l o s t e r: Ich wei? es nicht - die Welt ist so verderbt, Zaunk?nige hausen, wo\'s kein Adler wagt. Seit jeder Hans zum Edelmanne ward, So wurde mancher edle Mann zum Hans.

E l i s a b e t h: Schon gut! man kennt die Meinung, Bruder Gloster: Ihr neidet mein und meiner Freunde Gl?ck. Gott gebe, dass wir nie Euch n?tig haben!

G l o s t e r: Gott gibt indes, dass wir Euch n?tig haben; Denn unser Bruder ist durch Euch verhaftet, Ich selbst in Ungnad\', und der Adel preis Der Schmach gegeben, da man hohe Posten T?glich verleiht, mit Ehren die zu kr?nen, Die gestern keine Kron\' im Beutel hatten.

E l i s a b e t h: Bei dem, der mich zu banger H?h\' erhob, Von dem zufriednen Los, das ich genoss! Ich reizte niemals Seine Majest?t Wider den Herzog Clarence, war vielmehr Ein Anwalt, welcher eifrig f?r ihn sprach. Mylord, Ihr tut mir schm?hlich Unrecht an, Da Ihr mich falsch in solchen Argwohn bringt.

G l o s t e r: Ihr k?nnt auch leugnen, dass Ihr Schuld gehabt An Mylord Hastings neulichem Verhaft.

R i v e r s: Sie kann\'s, Mylord; denn ?

G l o s t e r: Sie kann\'s, Lord Rivers? Ei, wer wei? das nicht? Sie kann noch mehr als dieses leugnen, Herr: Sie kann Euch helfen zu manch sch?nem Posten, Dann leugnen ihre Hand im Spiel dabei Und alles nennen des Verdienstes Lohn. Was kann sie nicht? Sie kann - ja traun! sie kann ?



(die Texte im Film sind ?brigens, dank der Synchronisation, etwas moderner)

Im Vergleich zu Vorlage wurde einiges an Text weggelassen und wegen der K?rze des Films, 100 Minuten, auch einige Personen weggelassen ? was dazu f?hre das einige Textstellen anderen Personen zugeordnet wurden; was aber durchaus im Sinn des urspr?nglichen Autors gewesen w?re?



(die britische Nationalhymne scheppert in den Lautsprechern, w?hrend im abgedunkelten Raum die Aufnahmen von Richards Kr?nung gezeigt werden)

R i c h a r d: So hoch, durch deinen Rat und deinen Beistand, sitzt nun K?nig Richard. Doch soll der Glanz nur einen Tag lang bestehen, oder soll er dauern und wir sein uns an ihm erfreuen?

B u c k i n g h a m: Stets m?ge er leben und immer soll er dauern!

R i c h a r d: Die Prinzen leben.

B u c k i n g h a m: Sprecht weiter, bester Herr.

R i c h a r d: Nun, Buckingham, ich sagte ich werde K?nig sein.

B u c k i n g h a m: Das seid Ihr ja, mein hochber?hmter F?rst.

R i c h a r d. Die Prinzen leben.

B u c k in g h a m. Wahr, edler Prinz.

R i c h a r d: Buckingham du warst nie so dumpf ? soll ich direkt sein? Ich will die Bastarde tot sein. Sag habe ich dein Einverst?ndnis f?r ihren Tod?

B u c k i n g h a m: Nun euer Hoheit kann nach Belieben verfahren.

R i c h a r d: Pah, pah! Du bist wie Eis; dein Eifer friert. Sag, bist du es zufrieden, dass sie sterben?

B u c k i n g h am: Lasst mich ein Weilchen Atem sch?pfen, Herr, Ehe ich bestimmt in dieser Sache rede.



Zum St?ck: Warum der Dichter seinen Helden Richard III so sehr als B?sewicht ?berzeichnet hat ist nicht wirklich klar ? er k?nnte damit die Propaganda der Historiker der Tudordynastie parodiert haben, indem er Richard als so derma?en b?se darstellt, das es schon wieder unterhaltsam ist und das Publikum den Schurken nicht hasst sondern ?ber seine Taten lacht. (was ihm mehr als nur gelungen ist) Es k?nnte auch einfach sein das der Dichter, sei es aus Zustimmung oder Gleichg?ltigkeit, die bewusst deformierenden und verleugnenden Darstellungen der pro Tudorautoren als Vorlage verwendet hat.



wie auch immer in der Wirklichkeit standen sich keines Falls der idealisierte markelose Richmond und der despotische abgrundtief b?se Richard gegen?ber ? wie in allen halbwegs objektiven/neutralen historischen Quellen wird man feststellen das es nur Graut?ne gibt und niemals Schwarz und Wei? in ihrer reinen Form, so ist es durchaus m?glich das Richmond (sp?ter Henry VII) die Prinzen im Tower ermorden lies, bewiesen ist Richards Beteiligung an deren Verschwinden jedenfalls nicht; und Henry VII hatte nicht weniger Grund ihr Verschwinden zu w?nschen als Richard?

Nur ist es im Allgemeinen ?blich, dass der letzte Herrscher einer Dynastie von den Historikern und Hofschreibern der neuen verunglimpft und in aller Form als schlechter Herrscher dargestellt wird ? wenn nicht sein Name an sich aus den Aufzeichnungen gestrichen wird, wie im alten ?gypten. Ganz besonders dann wenn dieser Herrscher durch Mord oder, wie bei Richard, im B?rgerkrieg gest?rzt wird ? also der neue Herrscher, praktisch gesehen, ein Rebell und ein Usurpator ist?

Richard III

durch die bewusst als Publikum gerichteten Monologe macht Richard die Zuschauer zu Komplizen und Mitwissern seiner finstern Pl?ne und Ian McKellen spielt Richard mit einer herrlichen d?monischen Perfektion?

das Ende geh?rt ?brigens zu den besten Filmenden ?berhaupt: I?m sit?ng on top of the world?



in diesem Sinne: Ein Pferd! Mein K?nigreich f?r ein Pferd!
19.9.04 09:25


Der Untergang

Zum Film: betrachtet man den Trailer, so scheint die Erz?hlweise ?Berlin 1945, ein Volk wartet auf seinen Untergang?? und die traurig niederschmetternde Musik, doch einen von den Deutschen als Opfer zu verbreiten ? allerdings sind solche Trailer eher auf das Kinopublikum und den kommerziellen Erfolg zu geschnitten, ob das im Film auch so dargestellt wird bleibt ab zu warten?

Der ?Kulturkampf? der um die um Realismus bem?hte Darstellung des Despoten und das Thema des Films allgemein erscheint mir etwas l?cherlich ? sowohl die grunds?tzliche Ablehnung des Films aus ideologischen Gr?nden, wie auch die Behauptung der Film w?re notwendig gewesen und wichtig f?r die ?Aufarbeitung? der Geschichte?

Jedem, der hier und hoffentlich auch anderswo eine Schule besucht hat und w?hrend des Geschichtsunterrichts hin und wieder mal wach war, sollte Beweggr?nde und grober Ablauf des dritten Reichs einigerma?en klar sein. Dieser Film kann und will wahrscheinlich auch gar nicht das dritte Reich erkl?ren oder es umfassend darstellen ? allein durch die Vorlage wird klar das es sich um eine subjektive Darstellung des Geschehens handelt, dieses Mal aus der Sicht von Hitlers Privatsekret?rin?

(Kinofreikarten sind was schlimmes, besonders wenn es kaum Filme gibt die man sich ansehen m?chte)

letztendlich haben es die Nazis geschafft als Verk?rperung des B?sen schlechthin in Geschichte und Kultur ? Filme, Romane und Theaterst?cke die sich mit den Nazis aus der Sicht der B?sen selbst besch?ftigen stellen auch ein Art von Verarbeitung und Vergangenheitsbew?ltigung dar; auch wenn dabei Personen und Ereignisse verkl?rt und verfremdet werden ? l?sst sich wohl nicht vermeiden, denn wenn die Zeit fortschreitet wird die Geschichte des 20. Jahrhunderts verblassen wie die der Jahrtausende vor ihm; und ja eines Tages wird es ?ber Hitler und seine Anh?nger wohl ?hnliche Diskussionen geben wie ?ber einige der als Despoten gebrandmarkten Herrscher der Antike, so wie ?ber Nero und Caligula; und Thesen auftauchen die Hitler als guten idealistischen Herrscher betrachten und in als Opfer deformierender Darstellungen der selbsts?chtigen Sieger sehen ? so ist nun mal der Lauf der Dinge?
19.9.04 10:34




(ich sollte vielleicht noch erw?hnen, dass Ian McKellen dem ein oder anderem aus dem preisgekr?nten Frauenfilm: Der Herr der Ringe als Gandalf bekannt sein k?nnte; also nicht vergessen am Donnerstag 23.09. um 0:45 auf ARD ? Richard III; die v?llig durch Geknallten k?nnen sich danach noch Viel L?rm um Nichts von Kenneth Barangh auf RTL 2 ansehen, warum RTL 2 hin und wieder anspruchsvolle Filme wie 12 Monkeys oder Viel L?rm um Nichts sendet, bleibt allerdings nach wie vor im Dunkeln)
19.9.04 20:45


(ein paar sinnlose Anmerkungen zum Film)

Verkaufsmythologie oder wie man Menschen dazu bringt ein Produkt zu konsumieren ? in diesem Fall wird aus dem Film etwas weit gr??eres gemacht als er je sein k?nnte und je sein will ? der Film wird von den Machern als notwendig erkl?rt, mit den Attributen des historisch notwendigen versehen, er soll das Nazireich anhand seiner letzten 12 Tage erkl?ren und Hitler als Menschen darstellen?

Was nat?rlich all diejenigen auf den Plan ruft die an jeder Art von ?Verniedlichung? des wohl popul?rsten Unrechtstaats der Neuzeit kein Interesse haben und einen wahren Glaubenkrieg ?ber Sinn und Unsinn und nat?rlich um die Notwendigkeit des Films ausbrechen lassen k?nnte?

Eigentlich passt keine der beiden Meinungen so recht ? obwohl nat?rlich die Macher mit einer fingierten Antisemitismusdebatte wohl ?hnlich viel Geld scheffeln gekonnt h?tten ? wie es gewisse Extremkatholiken es mit ihren Jesus-Pr?gel-Porno vor nicht allzu langer Zeit getan haben?

Wie schon am Vor- und Nachwort zu erkennen, ist der Film an sich ist dagegen kaum mehr als die Darstellung des Untergangs des dritten Reichs aus ?deutscher? Sicht und eine Verfilmung von Traudl Junges Erinnerungen, dass der Film damit notwendigerweise eine subjektive Darstellung eines kleinen Ausschnitts darstellt versteht sich von selbst; daher ist die Kritik das die Ermordung der Juden nicht thematisiert wird eigentlich v?llig daneben ? schlie?lich geht es um Hitlers letzte Tage im Kontext der Eroberung Berlins. Die ?deutsche? Perspektive bleibt w?hrend des ganzen Films erhalten ? viele Filme tendieren ja dazu beliebig zwischen den Kontrahenten hin und her zuspringen, was nicht immer Sinn macht. Die rote Armee tritt selbst w?hrend dem Film kaum auf, zwar steht die Stadt unter Dauerbeschuss und hier und da h?rt man einige russische Stimmen, sieht ein paar Soldaten und Panzer im Kampf mit Hitlers letztem Aufgebot und ein paar Gener?le bei den Verhandlungen ?ber die Kapitulation, aber als handelte Personen tritt niemand in Erscheinung ? entsprechend fehlt auch die Darstellung der mehr oder weniger sporadischen ?bergriffe auf die Zivilbev?lkerung und taucht nur als vage Ger?chte und ?ngste auf, was aber hier keine wirkliche Rolle spielt, da der Film sowieso aus einer subjektiven Perspektive erz?hlt wird.

Ob es Sinn macht wei? ich nicht, der Film jedenfalls hebt sich sehr stark von den pseudohistorischen Spieldokumentationen des ZDFs mit ihrem einf?ltigen M?rchenonkel ab ? und bewegt sich daher jenseits von Bild!Zeitungs- und Spiegelniveau. Das relative kleine Budget von 13 Millionen ? sieht man dem Film nicht an ? es macht wirklich den Eindruck als w?rde das ganz Berlin in Tr?mmern versinken, auch Kampfszenen und die Bunkeranlage wirken in jeder Hinsicht realistisch und soweit die Schauspieler spielen m?ssen machen sie das eigentlich ganz gut, nur durch die Masse der Handlung entwickelt sich eigentlich kaum eine Figur au?er Hitler selbst, der sein Umfeld etwas mitzieht, ?ber Traudl Junges Ansichten und Gedanken erf?hrt der Zuschauer ebenso wenig wie ?ber die der Anderen aus Hitlers Umfeld. Der weitere Personenkreis ger?t durch die Menge der Handlung und die Vielzahl der Personen sehr oft als Schablonen oder sehr einfache Figuren ? G?ring ist fett und korrupt, die hohe Nazielite kann gar nicht schnell genug aus Berlin wegkommen, Himmler der r?cksichtslose Vork?mpfer der NS-Rassenideologie wirkt etwas undurchsichtig und intrigant, General Weidling als Haudegen und alter Frontk?mpfer, Goebels als ?berzeugter NS-Zyniker ? der bei jeder Gelegenheit das Geschehen ideologisch kommentiert, Eva Braun als Gedankenlos naive Lebefrau, Traudel Junge ist eigentlich eher Beobachterin als aktive Teilnehmerin, Sperr als um das Wohl des Volkes besorgter Hofbaumeister (zumindest versuchte er seit Lebens sich so darzustellen) ? einzig der SS-Arzt und selbsternannter Humanist Dr. Schenck gewinnt etwas an Konturen, wie er besorgt durch Berlin rennt und versucht der Zivilbev?lkerung zu helfen. (so eine Art Alibiheld)

Der Film ist historisch relativ Faktengetreu ? oder etwas satirischer ausgedr?ckt: dem aufmerksamen Zuschauer werden viele aus Geschichtsb?chern bekannte Fotos und Aussagen begegnen. Ob man nun sieht wie SS-Truppen jeden ?hinrichten? (die an Stra?enlaternen Erh?ngten mit den entsprechenden umgeh?ngten Schildern) den sie in Verdacht der fahnenfl?chtig zu sein oder sich dem anr?ckenden Feind ergeben zu wollen oder ob Hitler die fanatisierten Hitlerjungen vor der Reichskanzlei auszeichnet. Wie weit die Nazis damit waren die Jugend die im dritten Reich aufgewachsen ist, zu loyalen r?cksichtlosen und bis in den Tod opferbereiten Anh?ngern ihrer Ideologie zu machen sieht man Stellenweise sehr gut, es sind gerade die j?ngeren Offiziere und Soldaten die ohne R?cksicht die eigene Zivilbev?lkerung terrorisieren und auch nicht davor halt machen ihre eigenen Kameraden zu erschie?en, wenn diese nicht mehr k?mpfen wollen. Die Generationen die vor dem Nationalsozialismus aufgewachsen sind (symbolisiert durch Dr. Schenk) erwachen, im Angesicht der unabwendbaren Niederlage, langsam vom v?lkischen Rausch des NS-Staats?

Viele Szenen wirken auf Grund des Zusammenhangs komisch ? die Geburtstagsparty unter sowjetischen Beschuss zur als rassisch-minderwertig verteufelten Schwingmusik getanzt wird, die naiv-gleichg?ltigen Betrachtungen einiger Beteiligter oder wenn die Goebels Kinder unter Dauerfeuer im Bunker anmerken, dass es lustig ist wenn es so donnert.

Auch die h?ndische Ergebenheit einiger Getreuen in den Tod ? am besten Dargestellt durch die Fliegerin die mit dem komischen Ritter ins belagerte Berlin fliegt um mit dem F?hrer zu Sterben. (besonders der Blick als sie es Hitler erz?hlt) Oder wo die Offiziere sich im Bunker betrinken und besoffen das Geschehen kommentieren hat einigen Unterhaltungswert.

?Held? des Films ist eigentlich der ewige Christ Hitler ? der mit ?berragender Darbietung sich von allen anderen abhebt und mit seinen Kommentaren ?ber die verlorene Schlacht dem Film sehr viele komische Elemente gibt.

"General: Mein F?hrer sie m?ssen aus Berlin ausbrechen, es sind bereits 15 000 der besten Offiziersjahrg?nge beim Kampf um die Stadt gefallen

Hitler (mit einer selbstverst?ndlichen Verwunderung): Daf?r sind die jungen Leute doch da"

Hitler steigert sich in cholerische Wutanf?lle, hat jeden Sinn f?r die Realit?t verloren , will alle seine Gener?le erschie?en lassen ? so wie Stalin (wobei der gelangweilte Mensch sich mal wieder freut, dass Hitler Stalin angegriffen hat, den beide Diktatoren waren sich im mancher Hinsicht ?hnlich und Stalin bewunderte einige von Hitlers Taten), f?ttert seinen Hund, ist besonders liebenw?rdig zu seinen engsten Mitarbeitern und seiner Dauerfreundin, zaubert in seiner Fantasie st?ndig neue Wunderwaffen aus dem Hut um das Kriegsgeschick doch noch zu wenden und streut seine gesellschaftsselektiven Sozialevolutionstheorien gepaart mit einer geh?rigen Portion Judenhass unter seine letzten Getreuen ? also kurz gesagt Hitler ist so wie es alle bekannten Informationen es der Nachwelt sagen. Wirklich Neues gibt es nicht, au?er vielleicht, dass der Film die Frage ?ber die Beteiligung des Sch?ferhunds am NS-Staat andeutet, wie Hitler selbst sagt: Sein Hund sei kl?ger als die Menschen ? es bleibt also offen ob Hitler von dem Hund manipuliert wurde oder der Hund von Hitler zum Nationalsozialismus verf?hrt wurde?

Auch gut dargestellt wurde die Trennung die Hitler in seinem Leben vorgenommen hat, einerseits der fanatische Rassist der davon ?berzeugt ist die Menschheit durch rassische Selektion und die Vernichtung minderwertigen Lebens in ein Paradies zu f?hren und andererseits der nette Privatmann der seinen Hund f?ttert und seine Dauerfreundin heirate, wie es Eva Braun in diesem Film sagt: Wenn er der F?hrer ist.

Der Film entzaubert Hitler und nimmt ihm die d?monische Aura des unsagbar B?sen, gezeigt wird ein schwer kranker Mensch der glaubt was er sagt und um B?se zu sein muss man ja bewusst gegen die eigenen moralischen Richtlinien handeln und das hat Hitler nie getan ? er ist die traditionelle Verk?rperung des Strebens nach dem Guten. Mag sein das sein Gutes heute jedem einigerma?en vern?nftigen Menschen als grunds?tzlich verdammenswert erscheint ? h?tte er gewonnen, w?re sein Denken nun Rechtgl?ubigkeit. Eine widerliche Vorstellung eine Welt in der etwas wie der Nationalsozialismus als nat?rlich empfunden wird und die Menschen nicht mehr wissen das es einmal eine Welt ohne jene Ideologie gab ? kann man, denke ich, ganz gut mit dem modernen Monotheismus vergleichen.

Im Film hat sich Hitlers Prophezeiung, dass die ?dekadenten? westlichen Demokratien dem straffen totalit?ren Kommunismus des Ostens unterlegen werden, als ebenso falsch erwiesen, wie sich hoffentlich auch Goebels Hoffnung auf eine Wiedergeburt der NS-Ideologie als falsch erwei?en wird.

Anders als beim Christentum d?rfte mit der Niederlage und dem Selbstmord des Propheten Alls zu Ende sein ? zwar besteht eine gewisse Gefahr, dass sich einige der ideologischen Tr?mmer des NS-Systems, zu einer Art wei?er gesamtrassischer Ideologie entwickeln, bestehen - wie einige Bewegungen und Entwicklungen in Amerika oder Skandinavien vermuten lassen ? aber ansonsten endete der Nationalsozialismus. Was allerdings die Gefahr von rassistischen oder faschistischen Diktaturen keineswegs bahnt.

Den v?lkischen schadet dieser Film, wer will schon so einem F?hrer folgen? Der krank ist und jeden Bezug zur Realit?t verloren hat? Der sein eigenes Volk r?cksichtslos opfert und im Falle der Niederlage auch dessen Vernichtung begr??t, weil es sich als schw?cher erwiesen hat? Der Spruch der alt-v?lkischen: Beim Adolf h?tte es das nicht gegeben ? k?nnte durch solche Filme statt hilfloser Wut in Zukunft ?berlegenes Gel?chter ausl?sen?

"Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen t?tet man"

Eines muss man allerdings einigen Nazis lassen ? sie sind konsequent in ihrem Handeln, sie die Staat und Gesellschaft als Vernichtungskampf ums Dasein auffassten, gingen mit ihrem Staat (f?r sie Volk) zu Grunde und begingen bei ihrer Niederlage Selbstmord ? obwohl ich doch etwas entsetzt dar?ber bin das ausgerechnet Himmler vor hatte den Fall des NS-Staates zu ?berleben und erst nach seiner Gefangennahme die Welt von seinem Dasein erl?ste und Danke auch an Goebels das er der Nachwelt seine Einlassungen und L?gen beim N?rnbergerprozess erspart hat ? all diese Sperrs, G?rings und Eichmanns sind schon mehr als je ein Mensch ertragen k?nnte, mit ihren Ausreden, Rechtfertigungen und leerem Bedauern. Aber einmal kann sogar ich Goebels zustimmen (als er auf Proteste von Wehrmachtsoffizieren, gegen die sinnlose Opferung des Volkssturms antwortet):

"Es ist ja nicht so das wir sie gezwungen h?tten, das deutsche Volk hat uns selbst beauftragt, das Volk hat sein Schicksal selbst gew?hlt und nun wird ihnen eben das H?lschen durchgeschnitten"

(in wie es Sinn macht sie einen solchen Film ohne wenigstens halbwegs vollst?ndige Kenntnisse ?ber den geschichtlichen Ablauf des zweiten Weltkriegs und des NS-Staats, sowie dessen Ziele und Ideologie anzusehen, wei? ich nicht ? aber eigentlich sollte dieses Wissen hierzulande durch die Schule eigentlich vorhanden sein; zumindest die Schulgeschichtsb?cher scheinen mir einigerma?en objektiv und vollst?ndig zu sein, wenn auch etwas kurz)
25.9.04 14:35


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