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Othello auf 3sat, eine Inszenierung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg ? die man besser nie inszeniert h?tte. Ein typisches und durchaus abschreckendes Beispiel f?r das moderne Theater, weil man ein 400 Jahre altes Theaterst?ck nicht im Original auff?hren darf und schon gar nicht mit Originaltext und zeitgem??en Kost?men, so wird das St?ck zwanghaft auf modern getrimmt?

Das ist vielleicht Ballett und eine Seifenoper, aber Theater ist es nicht! Gerade die Fixierung der Darsteller auf die Kameras wirkt extrem l?stig ? hier folgt das Spiel dem Zuschauer und nicht der Zuschauer dem Spiel, wie sonst ?blich. Anfangs treten die Schauspieler im Publikum auf und durch die Entfernung und ein schwaches Spiel erzeugen sie sehr bald Langeweile. Es fehlt einfach das Feuer, dass ein St?ck zum Leben erwecken kann.

Aber diese Inszenierung scheitert auch an einer Fehlinterpretation der zentralen Figuren. Im Original ist Othello ist ein kampferprobter Haudegen ? im St?ck dagegen macht der Schauspieler eher den Eindruck eines aufgeblasenen L?stlings, der zu allem ?berdruss auch noch mit schwarzer Schuhcreme bemalt wurde. Sein Antagonist Jago ? einer von den typischen Schurken Shakespeares, die das Publikum vorher in ihre b?sen Pl?ne und Intrigen einweihen und es so zu Mitwissern und Komplizen machen. Die Art von B?sewicht, der es leicht f?llt das Publikum zu gewinnen durch ihre Verschlagenheit und Morbidit?t. ? dagegen hat das Charisma eines Buchhalters, der seine Schurkenst?cke mit der Energie und dem Elan ausf?hrt, wie man allenfalls eine Aktennotiz macht.

Keiner von beiden schafft es seiner Figur Leben einzuhauchen oder gar Emotionen in seinem Spiel f?r den Zuschauer sichtbar zu machen. Desdemona und Jagos Frau Emilia wurden zwar besser besetzt, aber retten tut das dieses St?ck auch nicht ? die anderen Nebenrollen reihen sich leider, mit ihrem lustlosen und mechanischen Spiel, in den negativen Gesamteindruck ein.

Die Dialoge pendeln zwischen einer modernen vulg?ren Fassung und der sonst ?blichen etwas verstaubt wirkenden Sprache ? so wird aus Jagos: Tut Geld in eueren Beutel ein schlichtes mach Geld locker. Auch die Verwendung des h?flich-formalen Sie als Anrede passt nicht zum St?ck und die hin und wieder verwendeten modernen englischen Redewendungen passen noch weniger. Die Gesangseinlagen wirken ebenfalls nicht besonders passend und dieses l?stige Hey! Hey! I feel alright! Geklatsche beginnt sehr bald zu nerven. Die Eminem Einlage, wo Othello vor Eifersucht zur Raserei getrieben wird, ist auch nicht unbedingt das Ei des Kolumbus.

Die Kost?me variieren zwischen Nadelstreifenanf?gen, am Anfang, und postfaschistischen pseudo-Uniformen, sowie stark an das Rotlichtmilieu angelehnten Lederoutfits bei den Frauen.

Eingebettet ist das St?ck in einen stimmigen Klangteppich und wirren Videoinstallationen, das B?hnenbild ist nicht unbedingt berauschend ? aber die Kulisse ist nun mal nicht die St?rke des Theaters.

Zur vollkommen Farce, die selbst Schlingensief nicht dilettantischer auff?hren gekonnt h?tte, ger?t das Ganze, wenn das Spiel kurz vor Schluss nach drau?en auf die Strasse verlegt wird ? und der nackte, immer noch mit Schuhcreme beschmierte, Othello Darsteller wie ein Boxer durch die Strassen rennt, w?hrend der Rest Hey! Hey! I feel alright singt.

Einzig beeindruckend ist am Ende die Ermordung Desdemonas, die aus dem Off erz?hlt wird, w?hrend die Othello und Desdemona Liebe machen ? allerdings verdirbt Othellos anschlie?ender Auftritt, der im Glitzergoldanzug noch ein bescheuertes Lied zum Besten gibt, selbst diesen kleinen Lichtblick wieder.

Von wenigen lichteren Momenten - die ahnen lassen welche Kraft dieses St?ck auf der B?hne entfalten kann, wenn man es denn l?sst ? abgesehen, bleibt diese Inszenierung belanglos und langweilig. Nat?rlich wird auch mit entsprechender Nacktheit provoziert ? nur gespielt wird Othello eben hier nicht.

Dem Publikum, dass hier klatsch sollte man auf jeden Fall die gesammelten Werke Shakespeares um die Ohren hauen ? in diesem Sinne: Tomaten los! (Mit dem St?ck traut man sich n?mlich auch zum Theatertreffen nach Berlin)
8.5.05 23:03


Gettysburg (Kabel 1, 20:15 ? heute)

Ein recht unterhaltsames Schlachtengem?lde, das sich gut 4 Stunden hinzieht. Neben den historischen Ereignissen rund um die Entscheidungsschlacht, stellt das Ganze auch eine Verfilmung des Romans The Killer Angels da. Colonel Chamberlain und sein Regiment, die f?r den Ausgang der Schlacht nicht gerade unbedeutend waren, liegen hier im Blickfeld des Films.

Die Geschichte ist vielleicht bekannt, amerikanischer B?rgerkrieg: Am 1. Juli 1863 treffen die Truppen der Konf?deration mit denen des Nordens in der kleinen Stadt Gettysburg zusammen. Aus anf?nglichen Scharm?tzeln entwickelt sich nach und nach eine gro?e Schlacht, als immer mehr Truppen von beiden Seiten eintreffen. Die S?dstaaten unter Lee verf?gen ?ber 75000 Soldaten und einer Nordstaatenstreitmacht von 86000 Mann gegen?ber. Drei Tage w?tet die blutigste Schlacht, die jemals auf dem nordamerikanischen Kontinent ausgetragen wurde ? beide Armeen verlieren ?ber 50000 Mann, fast jeder dritte Teilnehmer der Schlacht f?llt.

Das Sch?ne an diesem Film ist die relativ neutrale Erz?hlweise, beide Seiten werden ohne moralinsaure Bewertung dargestellt. Als Zuschauer schnappt man einige Fetzten und Eindr?cke der wesentlichen Akteure dieses Konflikts auf. Dem Film gelingt es, dem Zuschauer einen Eindruck von der Gr??e des Szenarios zu vermitteln, ohne auf Gigantomanie und Massenszenen zur?ckgreifen zu m?ssen. Einer der besten und vor allem authentischen Geschichtsfilme ? allerdings habe ich mich mit dem amerikanischen B?rgerkrieg wohl etwas zu viel befasst, ob man ohne genaure Kenntnis des Konflikts etwas mit dem Film anfangen kann wei? ich allerdings nicht?
14.5.05 19:34


Blue Velvet (ARD, 1:25 ? heute)

David Lynchs Meisterwerk ?ber die Abgr?nde hinter der Fassade einer scheinbar heilen Kleinstadtwelt.

Unertr?glich harmonische Musik und idyllische Bilder bilden den Prolog f?r das Geschehen in einer namenlosen amerikanischen Kleinstadt. Student Jeffrey entdeckt im Gras ein menschliches Ohr, er versucht auf eigene Faust das Mysterium dahinter zu ergr?nden. Bei seinen Nachforschungen entwickelt er eine immer gr??ere Obsession f?r die Nachtclubs?ngerin Dorothy und ger?t in einen Kreislauf aus Gewalt, Perversion und Sadismus.
Blue Velvet (ARD, 1:25 ? heute)

David Lynchs Meisterwerk ?ber die Abgr?nde hinter der Fassade einer scheinbar heilen Kleinstadtwelt.

Unertr?glich harmonische Musik und idyllische Bilder bilden den Prolog f?r das Geschehen in einer namenlosen amerikanischen Kleinstadt. Student Jeffrey entdeckt im Gras ein menschliches Ohr, er versucht auf eigene Faust das Mysterium dahinter zu ergr?nden. Bei seinen Nachforschungen entwickelt er eine immer gr??ere Obsession f?r die Nachtclubs?ngerin Dorothy und ger?t in einen Kreislauf aus Gewalt, Perversion und Sadismus.

(ein p?dagogisch wertvoller Film)

15.5.05 22:03


Siddhartha (O:55, BR, heute)

Eine sehr gelungene Verfilmung von Hermans Hesses gleichnamigen Roman ? in dem sich der Bramensohn Siddhartha auf die Suche nach der Erleuchtung macht. Zuerst versucht es als besitzloser Asket, durch Entsagung, Fasten und Meditation das Nirvana zu erreichen und entschlie?t sich dann, nach einer Begegnung mit dem Buddha, ein b?rgerliches Leben zu f?hren. Doch auch hier findet er keine Erf?llung und keinen inneren Frieden?

Gedreht in die indischen Provinz, die hier zeitlos ewig wirkt und untermalt mit einem intensiven indischen Soundtrack, ist aus de Film ein echter Leckerbiesen geworden ? und das nicht nur f?r Hesse Begeisterte.
16.5.05 18:23


Orfeu Negro (23:20, Arte, heute)

Ein wahrer Leckerbisschen des Kinos: Hier mischt sich die mythisch-tragische Liebesgeschichte mit der bunten Welt des Karnevals von Rio de Janeiro. Das Ganze spielt Anfang der 50ziger Jahre, Orpheus hei?t hier Orfeo und arbeitet als Stra?enbahnschaffner, gilt als Frauenschwarm in seinem Viertel, bet?tigt sich als Vort?nzer der hiesigen Sambaschule und ist mit der etwas anstrengenden Mira liiert. In dieses geordnete Dasein platz kurz vor dem Karneval die junge Eurydice, die von einem unheimlichen Fremden verfolgt wird und sich bei ihrer Cousine Serafina, Orfeos Nachbarin, verstecken m?chte. In der Stra?enbahn trifft sie auf Orfeo und Amors Pfeil trifft beide sofort, zwar hatte Orfeo eigentlich vor Mira zu heiraten, aber Orfeo liebt nun einmal Eurydice.

Der Film verwebt das mythische Geschehen mit der realen Handlung zu einer wunderbaren Einheit, so tritt G?tterbote Hermes als freundlicher alter Mann auf oder Orfeos Reise in die Unterwelt, wird als Voodoomesse dargestellt. Gedreht im bunten Treiben des Karnevals und untermalt von brasilianischen Rhythmen und Liebern, stellt das Ganze einen wunderbar poetischsten Film und ein wahrer Meisterwerk des Kinos dar.
20.5.05 16:15


Monster?s Ball

Manchmal lohnt es sich frenetisch gefeierte Filme anzusehen, obwohl ich nach The Green Mile eine sehr deutliche Abneigung gegen Filme ?ber die Todesstrafe entwickelt habe. So ist dieser Film mehr als sehenswert. Auf den ersten Blick kommt er zwar daher, wie ein typisches Rassismus und Hinrichtungsdrama, doch im Grunde geht es um die Beziehung zweier desillusionierter, vom Leben verletzter und entt?uschter Menschen, deren Weg sich immer wieder kreuzt und die sich dann (vielleicht) finden.

Der Film zeichnet das Bild einer hoffnungslosen Welt aus Hass, Vorurteilen, Schmerz und Verzweiflung. Der allt?gliche Rassismus und der S?den der USA mit seinen Problemen bilden allerdings nur die Kulisse f?r die tragische Beziehung zwischen Hank und Leticia.

Hank ist wei?, arbeitet als W?rter in der Todeszelle, hat einen Sohn- Sonny - den er f?r einen Schw?chling und Versager h?lt und lebt mit diesem und seinem Vater Buck zusammen. Sein Vater ist ein alter verbitterter und hasserf?llter Mann, der seine k?rperlichen Gebr?chen an der Umwelt abreagiert und obendrein noch ein w?stere Rassist und Frauenfeind ist. Leider hat einiges davon auf Hank abgef?rbt. Er ist ein desillusionierter Mann, der sich hin und wieder mit einer Prostituierten trifft, die so eine Art Ersatzpartnerin darstellt.

Leticia dagegen ist schwarz, arbeitet als Kellnerin, hat einen ?bergewichtigen Sohn und ihr Mann sitzt in der Todeszelle.

In der Todeszelle von Hanks Haftanstalt und er soll bald hingerichtet werden, diese Szenen wo er sich von seinem Sohn verabschiedet und auf die Hinrichtung vorbereitet wird, k?nnte man als Pl?doyer gegen die Todesstrafe deuten ? jedoch verschont der Film den Zuschauer vor ?bertriebener Emotionalit?t oder einer besonders grausamen Darstellung der Hinrichtung. Das Ganze wirkt schlicht weg vollkommen real und gibt vielleicht gerade deshalb zu denken.

Am Tag der Hinrichtung von Leticias Mann wird Hanks Sohn Sonny, der ebenfalls in der Haftanstalt arbeitet, schlecht und Hank dreht v?llig durch und im Verlauf der Auseinandersetzungen begeht Sonny Selbstmord. Hank ist danach ein gebrochener Mann, er quittiert seinen Job und kauf sich eine Tankstelle. Wof?r ihn sein Vater verachtet.

In einem Restaurant trifft er zum ersten Mal auf Leticia, eines Abends als er nach Hause f?hrt, sieht er sie schreiend am Stra?enrand, mit ihrem verletzten Sohn, sitzen ? Hank f?hrt sie zwar ins Krankenhaus, doch kommt jede Hilfe f?r den Jungen zu sp?t.

Nach diesem tragischen Ungl?ck kommen sich beide zunehmend n?her, was dann sp?ter zu einer seltsamen Romanze f?hrt, es bleibt jedoch fraglich, ob die beiden auch gl?cklich werden.

Ein sehr niederschmetternder Film, als Zuschauer sieht man eine Welt jenseits der Hoffnung und es gibt nichts was man dagegen tun k?nnte, w?rde man in diese Welt hineinversetzt werden. Ausgestattet mit Panoramabildern des S?dens, so wie der typischen Kleinst?dten oder Kolonnen schwarzer Gefangener, die auf den Feldern arbeiten bietet der Film die B?hne f?r die Liebe zwischen Hank und Leticia ? obwohl ich mir nicht sicher bin, ob Hank Leticia wirklich liebt oder ihr nur aus Mitleid helfen m?chte.

Die Darsteller wirken alle samt menschlich und sind weit von den ?blichen Klischees entfernt, sogar der alte verstockte Rassist Buck, erweckt manchmal so etwas wie Mitleid, wenn er hilflos im Bad liegt oder ins Altenheim eingewiesen wird.

Der Film enth?lt auch zahlreiche sehr direkt dargestellt Sexszenen, die aber im Vergleich zu anderen Filmen durchaus ihre Berechtigung haben. Sie wirken sehr mechanisch und vollkommen unerotisch, wenn Hank mit der Prostituierten Verkehr hat, macht es eher den Eindruck er w?rde aufs Klo als mit einer Frau zu schlafen. Auch die k?rperliche Liebe zwischen ihm und Leticia ist mehr ein Akt der Verzweiflung und der Einsamkeit, als ein romantisches Liebesspiel ? beide schlafen miteinander um wieder zu f?hlen.

Ein trauriger, aber doch sehr gelungener Film ? eben einer jener Kinohappen, die Hollywood von Zeit zu Zeit so hervorbringt.
23.5.05 03:57


Wer h?tte gedacht, dass die so genannte Wiedervereinigung mal zu was gut w?re, doch das Zonenfernsehen (MDR) zeigt heute:

Ran ? eine japanische Version von King Lear vom Altmeister des Kinos Akira Kurosawa.

Das Ganze sogar noch zu einer relativ humanen Zeit, um 22:50.

Shakespeare artige Dialoge sind nicht zu erwarten und die Geschichte wurde ins mittelalterliche Japan verlegt. Jedoch tut das dem Film keinen Abbruch, sondern erhebt ihn zu einem eigenst?ndigen Kunstwerk.

Die Handlung spielt in einer namenlosen Gegend, der alte Kriegsf?rst Hidetora, Oberhaupt des Clans der Ichimonji, beschlie?t sich zur Ruhe zu setzten und sein F?rstentum unter seinen drei S?hnen - Taro Takatora, Jiro Masatora und Saburo Naotora - aufzuteilen. Die hier die Rollen von Gonerill, Regan und Cordelia ?bernehmen. Der Narr ist, als Kyoami, relativ unver?ndert erhalten geblieben. Auch der treue Gefolgsmann Kent findet sich in dem Krieger Ogura wieder. Der K?nig von Frankreich und der Herzog von Burgund wurden zu den Nachbarf?rsten Ayabe und Fujimaki. Die Ehem?nner der T?chter Lears wurden zu deren Ehefrauen - Lady Kaede und Lady Su?, die unterschiedlicher nicht sein k?nnten. Der Shakespeare typische intrigante Schurke Edmund - der alle ins Verderben f?hrt mit seiner B?sartigkeit - fehlt, wird aber von einer bestimmten Person vertreten, was man allerdings erst gegen Ende des Films erkennt?

Als Hidetora beschlie?t seine Macht auf seinen ?ltesten Sohn Taro zu ?bertragen und fortan nur noch formell Oberhaupt des Clans zu sein. bedenkt dieser sich f?r das Vertrauen seines Vaters, ebnen so wie der zweite Sohn Jiro, dem die Kontrolle ?ber eine bedeutende Festung ?bertragen wird ? nur Saburo, der j?ngste warnt seinen Vater, dass sich die Br?der blad gegenseitig vernichten wollen und wird daf?r versto?en, so wie der Edelmann Ogura, der sich f?r Saburo einsetzt. Eigentlich wollte Hidetora an diesem Tag dar?ber entscheiden ob Saburo die Tochter von Ayabe oder Fujimaki heiraten soll ? Fujimaki ist begeistert von Saburos Mut und Ehrlichkeit und bittet ihnmit in sein Reich zu kommen und seine Tochter trotzdem zu heiraten.

Die Leibwache von Hidetora benimmt sich derweil respektlos gegen?ber Taro und daher verlangt Lady Kaede von diesem das er seinen Vater zwingt seine Autorit?t als Clanf?rst anzuerkennen, Hidetora empfindet dies als schwere Beleidigung und verl?sst w?tend die Festung um sich zu Jiro zu begeben. Dieser erhielt Nachricht von Taro, dass er Hidetora nur ohne dessen Leibwache in sein Schloss lassen solle. Hier trifft der alte Kriegsf?rst auf Lady Su?, deren Familie er einstmals ausl?schte und sie mit seinem Sohn verheiratete. Su? ist eine gebrochene tief verletzte Frau, die im Buddhismus Frieden gefunden hat und von einer tiefen Traurigkeit erf?llt ist. Nachdem sich Jiro weigert die Leibwache seines Vaters ins Schloss zulassen zieht dieser emp?rt weiter und verf?llt zunehmend dem Wahnsinn.

Sp?ter bem?chtigt er sich der dritten Festung und wird darin von seinen beiden S?hnen belagert. Nach und nach geraten alle Beteiligten nun in einen Strudel aus Hass, Intrigen, Verrat und Wahnsinn?

Akira Kurosawa hat mit Ran ein wahres Meisterwerk geschaffen, f?r ihn typisch der Zuschauer ist wirklich nur Beobachter, dass Geschehen spielt sich vor der Kamera ab, aber nicht f?r die Kamera. Auch lassen sich in seinen Geschichten, die vom Einzelfall handeln, fast immer auch gr??ere abstrakte Vorg?nge und Probleme erkennen ? so ist auch dieser Film, ein Film ?ber Machtgier, Verrat und Rache und dar?ber wie sehr diese Dinge den Menschen zerst?ren und ins Verderben f?hren k?nnen.
23.5.05 18:46


Der Fassbinder ist tot, es lebe der Fassbinder!

H?ndler der vier Jahreszeiten ? Erz?hlt wird die Geschichte von Hans, der als Fremdenlegion?r und Polizist gescheitert ist und sich nun als Obsth?ndler durchschl?gt. Er ist ein S?ufer und obwohl er seine Frau zu lieben scheint, schl?gt er diese ? und wird von ihr, als Versager, verachtet. Ein kleines gesellschaftskritisches Drama? (O:40 auf dem ZDF)

Angst essen Seele auf ? Putzfrau Emmi, eine verwitwete Frau, mit erwachsenen Kindern, verliebt sich in den 30 Jahre j?ngeren marokkanischen Gastarbeiter Ali und heiratet diesen. Dem Paar schl?gt eine Welle der Intoleranz und Verachtung entgegen. Ennis Kinder wenden sich von ihr ab, die Nachbarn sch?tteln ?ber den Skandal nur noch den Kopf und selbst auf der Arbeit wird Enni geschnitten. Jedoch, nach einem Kurzurlaub ist schlagartig alles anders, was nat?rlich auch wieder so seine Probleme mit sich bringt? (20:40 ? ARTE)

Der Stellvertreter ? nach dem gleichnamigen Drama, ein Film f?r alle die gerne, den Erfindern des schlechten Gewissens Schuldgef?hle einreden. Chemiker Kurt Gerstein, bekennender Christ und Mitglied der Waffen-SS, erkennt wof?r das Zyklon B bestimmt ist und informiert die katholische Kirche, um Papst Pius XII. zu einer Intervention zu bewegen. Doch er hatte nicht mit der p?pstlichen B?rokratie und den ber?chtigten verschlossenen T?ten gerechnet. (23:20 ? BR)
26.5.05 19:44


So, der MDR tut mal wieder was f?r seine ? zu Unrecht erhobenen - Geb?hren und auf RAN folgt Richard III. Eine der bemerkenswertesten Shakespeare Adaptionen; wie bereits erw?hnt, wird hier die Handlung in ein fiktives England der 30ziger Jahre, dass im Zeichen des Faschismus und der Swingmusik steht, verlegt.

Ansonsten hat sich die Geschichte kaum ver?ndert, nachdem das Haus York ?ber ihre Verwandten vom Haus Lancaster gesiegt haben und mit Edward einen der ihren auf den englischen Thron gesetzt haben, beschlie?t Richard der Herzog von Gloucester, seine Verwandten auszuschalten und selbst die Macht an sich zu reisen.

Dabei geht er mit der Eleganz und Hinterh?ltigkeit eines wahren Schurken vor; f?r Shakespeare typisch: Richard setzt das Publikum vor der Ausf?hrung, seiner Missetaten, davon in Kenntnis, was er vorhat ? und macht so das Publikum zu seinen Mitwissern und Komplizen. Was eine gewisse morbide Sympathie f?r diesen nahezu perfekten B?sewicht hervorrufen kann?

Das Ganze gibt es am Montag gegen 0:35 auf dem bereits erw?hnten Sender?
29.5.05 17:09





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