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a war for the world

Bei diesem so genannten Karikaturstreit sollte man niemals vergessen, worum es eigentlich geht: Hier versucht eine extremistische und gewaltt?tige Religion ihre l?cherlichen Dogmen allen Menschen aufzuzwingen. M?gen die grotesken Dogmen f?r die Gl?ubigen des Islams von Bedeutung sein, was k?mmern sie uns? Haben wir uns nicht 1500 Jahre mit dem Christentum herumgeschlagen, bevor dessen Macht endlich gebrochen war und die innerstaatliche Zivilgesellschaft durchgesetzt war? Musste sich nicht die dritte franz?sische Republik gegen die katholische Kirche durchsetzen? Ja, selbst Bismarck hatte mit den Pfaffen zu ringen, von England und Spanien gar nicht erst zu reden.

Zu den elementaren und unentbehrlichen Freiheiten geh?ren Meinungs- und Pressefreiheit ebenso wie die Freiheit der Kunst. Nun erhaben sich religi?se Wahnprediger und fanatisierte Massen dagegen, sollen wir das dulden? Dass es so weit gekommen ist, dass Menschen bedroht werden die ihre Meinung sagen oder Kritik ?u?ern? Nimmermehr! Wie viele Theo Van Goghs m?ssen noch auf unseren Strassen verbluten, bevor wir die Religion zur Ader lassen? Sollen asoziale, ausl?ndische Extremisten, die aufgehetzt und bezahlt werden von L?ndern wie Saudi-Arabien, unsere Strassen unsicher machen k?nnen? Niemals!

Sicher man k?nnte sagen, dass es vielleicht unklug war das islamische Bilderverbot zu missachten. Aber hie?e das nicht die Allgemeing?ltigkeit der idiotischen islamischen Dogmen anzuerkennen? Im Islam ist es noch vielmehr verboten nicht an dessen abstrusen Gott zu glauben oder dessen Existenz anzuzweifeln. Sollte man daher warten bevor sich dessen b?rtige Gl?ubige ?ber Feuerbach und Voltaire echauffieren? Ich denke nicht.

Man halte mir nun nicht irgendwelche kulturrelativistischen Positionen und d?mmliches Vers?hnungsgequatsche entgegen. Unsere Kultur ist keine christliche sondern eine gegen das Christentum erk?mpfte, auf die man durchaus stolz sein darf. Trotz aller Schattenseiten und Inkonsequenzen, allerdings nicht solche Schattenseiten und Inkonsequenzen wie sie von den Fundamentalisten beklagt werden, ganz im Gegenteil?.

Um es mit Machiavelli zu sagen: Kriege k?nnen niemals verhindert, sondern nur zum Vorteil anderer hinausgez?gert werden. Europa hat diesen Konflikt nicht gewollt ? man sieht wie sehr die D?nen zum Einlenken bereit gewesen sind ? doch nun ist er gekommen und muss auch Ausgetragen werden, wenn es sein muss bis zum bitteren Ende. Daher fordere ich Folgendes:

I. Europa muss hier als Ganzes solidarisch handeln; daher ist es erforderlich das s?mtliche Zeitungen die beanstandeten Karikaturen und weitere abdrucken, um somit der Meinungs- und Pressefreiheit Nachdruck zu verleihen. Die europ?ischen Regierungen haben sich klar und kompromisslos auf die Seite D?nemarks zu stellen. S?mtliche Forderungen der islamischen Welt bez?glich dieser Angelegenheit sind als nichtig und irrelevant zu betrachten und als Einmischung in innere Angelegenheiten strengstens zu untersagen. Ferner sollten sich die V?lker Europas in Kundgebungen solidarisch mit den D?nen zeigen und ihre Grundwerte gegen faschistische ?bergriffe verteidigen.

II. Alle Aktionen und Boykotte gegen D?nemark sind von allen europ?ischen Staaten gegen die entsprechenden L?nder zu verh?ngen; die Botschafter dieser L?nder sind auszuweisen und die eigenen Botschaften vor Ort zu schlie?en. Die Wirtschaftsboykotte sind mit gleicher M?nze heimzuzahlen. S?mtliche Wirtschafts- und Entwicklungshilfen an derartige L?nder sind sofort einzufrieren, ganz besonders die Unterst?tzungszahlungen f?r die Pal?stinenser.

III. Die europ?ischen Polizeikr?fte m?ssen hart und r?cksichtslos gegen Demonstranten vorgehen, die zur Gewalt gegen die Zeichner, Journalisten, Politiker oder den Westen allgemein aufrufen. Die Teilnehmer solcher Demonstrationen sollten umgehend ausgewiesen bzw. abgeurteilt werden; die Zeit der Samthandschuhe ist vor?ber.

IV. In den europ?ischen L?ndern sind die Gesetze gegen religi?sen Extremismus erheblich zu versch?rfen; die 30.000 religi?sen Fundamentalisten, die sich laut Verfassungsschutz, hierzulande aufhalten sind umgehend abzuschieben oder ? falls dieses nicht m?glich sein sollte ? sofort zu internieren.

V. Die T?rkei hat sich zweifelsohne geweigert f?r die europ?ischen Werte Partei zu ergreifen und sich stattdessen den Fundamentalisten angeschlossen, wenn auch gem??igt. Dieser Affront gegen das EU-Mitglied D?nemark ist nicht hinnehmbar. Die Beitrittverhandlungen sind somit abzubrechen; zumal die T?rkei ohnehin nicht die Kopenhagener Kriterien (welch Ironie) erf?llt und es doch tragisch w?re, wenn man der T?rkei in 15 Jahren mitteilen m?sste, dass D?nemark, Frankreich und die Niederlande ihre Aufnahme abgelehnt h?tten.

VI. Die l?cherliche und v?llig ?berzeichnete Art der Reaktion, mit all ihren Todesdrohungen, Flaggenverbrennungen und Aufrufen zum heiligen Krieg, schreit f?rmlich danach parodiert zu werden. Hier bieten sich nicht nur Koran- und Flaggenverbrennungen an, sondern auch das Schweinebluttattentat (in Erinnerung an das legend?re Pudding-Attentat.)

(Wenig mit Rum bekleckert hat sich hierbei allerdings die US-Regierung, die sich seltsamerweise - in Teilen ? der Kritik angeschlossen haben; etwas mehr Freedom of Speech wenn ich bitten darf, meine Herrn Amerikaner! Zumal ihr euch doch nicht wirklich bei euren Todfeinden Liebkind machen wollt, oder etwa doch? Immerhin hat Bush neulich den islamischen Fundamentalismus als feindselig gebrandmarkt?.)

P.S. Richtig: Auch Europa hat noch seine Hausaufgaben hier zu machen, so ist diversern EU-L?ndern noch klar zu machen, dass die Religionsfreiheit eben keine anderen Freiheiten aufhebt, ganz im Gegenteil:


Ein f?r alle Mal muss die (monotheistische) Religion ins Privatleben zur?ckgedr?ngt oder am besten gleich ganz abgeschafft werden?
4.2.06 20:11


Nieder mit dem Defätismus!

Neben einigen guten Nachrichten, bez?glich der Verteidigung der elementaren Freiheiten unserer heiteren, kleinen und ?beraus westlicher Welt, gibt es nat?rlich auch weniger erfreuliches zu berichten. Doch das Gute zuerst:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,399182,00.html

Zitat: "Ohne "Wissen und Unterst?tzung" der Regierung seien solche Protestaktionen in Syrien gar nicht m?glich, erkl?rte das Wei?e Haus. Es sei nicht zu entschuldigen, dass Syrien die Botschaften nicht gesch?tzt habe, obwohl es Warnungen gegeben habe. Die USA erkl?rten sich angesichts dieser "skandal?sen Vorg?nge" solidarisch mit D?nemark und ihren europ?ischen Verb?ndeten, hie? es."

Welcome back. Amerika nimmt seine Rolle als selbsternannte F?hrungsmacht der "freien" Welt wieder etwas ernster und stellt sich auf die Seite der Europ?er. (Ger?chten zufolge soll D?nemark bereits einige tausend Gallonen Napalm erhalten haben, damit es endlich mal vorw?rts geht im Kampf gegen den Terror und dem damit einhergehenden islamischen Fundamentalismus. Da wird das wohl nichts mit der Imagekampagne islamischer Potentaten, zumal der renitente P?bel dort alle Bem?hungen, um eine Erh?hung des islamischen Ansehens, zum Scheitern verurteilt; tja, das h?ttet ihr euch fr?her ?berlegen sollen ? mittlerweile ist das Kind in den Brunnen gefallen?)

Doch nun zu weniger lustigen Dingen:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1890191,00.html

Wie immer in solchen Krisen versuchen nun die Def?tisten und Kulturrelativisten das Wort zu ergreifen. Damit wir alle doch h?ren was f?r gute Gr?nde die anderen doch h?tten und das man aufeinander Zugehen sollte und sich verst?ndigen sollte. So dreist wie dieses Mal waren sie allerdings schon lange nicht mehr:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,1888758,00.html

Ich zitiere: "Mangelnde Kenntnis und absichtliche Verteufelung der Gegenseite erg?nzen sich in diesem Fall wieder einmal. So wie vor Jahren, als der in Deutschland sehr bekannte Showmaster Rudi Carell in einem eher geschmacklosen TV-Sketch den iranischen Revolutionsf?hrer Khomeini l?cherlich machte und Teheran es daraufhin zur politischen Krise mit der Bundesrepublik kommen lie?. Gleichzeitig aber muss man in den s?kularen Gesellschaften des Westens das Verh?ltnis von Staat und Religion wohl doch erneut ?berdenken. Wie bereits nach dem Mord am niederl?ndischen Filmemacher Theo van Gogh diskutiert, muss zumindest dar?ber nachgedacht werden, ob bestimmte Rechte wie Presse- und Meinungsfreiheit wirklich uneingeschr?nkt bleiben d?rfen oder ob sie - wie jede andere Freiheit auch - ihre Grenze dort finden, wo die Freiheit des n?chsten betroffen ist."

Was sind das f?r Menschen die Recht und Anstand mit F??en treten? Die sich ?ber einen Journalisten lustig machen, der von religi?sen Faschisten, wegen seiner Arbeit, ermordet wurde? Leute, die behaupten, er tr?ge selbst die Schuld, wenn er Kritik an religi?sen und traditionellen Wertvorstellungen und Praktiken ?be? Was m?ssen das f?r Menschen sein, die eine quasi-totalit?re Theokratie gegen Parodie und Satire in Schutz nehmen? Die sich dabei immer brav auf verletzte religi?se Empfindsamkeiten berufen und von der Freiheit anderer reden? Dieses viel bem?hte Zitat Rosa Luxemburgs hie?e hier nichts anders, dass der gro?e Theo van Gogh mit seiner Arbeit die Freiheiten anderer Menschen verletzt h?tte, was an sich schon eine beispiellose Frechheit ist. Soll man also auf solche Stimmen h?ren, die so schamlos Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht erkl?ren? Nimmermehr!

Doch es kommt noch besser:

Verh?ltnis von Staat und Religion ?berdenken

In diesem Fall: Die Freiheit auf freie Religionsaus?bung und der Anspruch von Minderheiten auf Schutz vor Verfolgung, Unterdr?ckung oder auch nur Verunglimpfung. Eine religi?se Minderheit - und das sind die Muslime in den westlichen Demokratien - hat Anspruch auf Schutz vor solchen Anfeindungen. Und die Mehrheit hat eine Pflicht, solchen Schutz zu gew?hren. Sonst taugen die hehren Grunds?tze der Demokratie wenig. Liberale Denker sehen hierin nat?rlich eine Gefahr. Wie etwa die linke "tageszeitung" in Berlin, die in einem Kommentar schreibt, eine Garantie k?nne es nicht geben, dass Vorf?lle wie in D?nemark sich nicht wiederholen. W?rtlich schreibt das Blatt: "Das ist eine unerf?llbare Forderung, sollen nicht Pfarrer, Imame oder Rabbiner dar?ber bestimmen, was wir lesen, h?ren oder sehen d?rfen. Diese religi?sen Autorit?ten haben sich schlie?lich lange genug als formidable Unterdr?cker der Meinungsfreiheit erwiesen."

Pah! Diese Duckm?user und Weichlinge haben gar soviel Angst, dass es gen?gt dass ein religi?ser Eiferer auffahre und schon geben sie all die m?hsam und blutig erk?mpften Freiheiten auf. Was eine Gesellschaft zur Folge h?tte, in der es n?tig w?re diese Freiheiten zu erk?mpfen. Worin besteht also der Sinn dieser ?bung? Wenn man hier auch noch mit dem Schutz von Minderheiten argumentiert, dann schl?gt das endg?ltig dem Fass den Boden aus! Eine Minderheit kann nur dann Achtung und Schutz von der Mehrheit verlangen, wenn sie eben dies der Mehrheit entgegenbringt und sich nicht als f?nfte Kolonne einer aggressiv-missionarischen ausw?rtigen Religionsgemeinschaft versteht. Zumal keine Religion hoffen darf von derartiger Kritik an ihren Lehren und ihren Protagonisten ausgespart zu bleiben; daher gilt, was eine Berliner Zeitung, sehr zum Leidwesen der Def?tisten, so treffend ausgedr?ckt hat:

"Das ist eine unerf?llbare Forderung, sollen nicht Pfarrer, Imame oder Rabbiner dar?ber bestimmen, was wir lesen, h?ren oder sehen d?rfen. Diese religi?sen Autorit?ten haben sich schlie?lich lange genug als formidable Unterdr?cker der Meinungsfreiheit erwiesen."

Wie es auch nur eine Antwort auf die Forderungen islamischer L?nder gibt, n?mlich dieselbe die der d?nische Ministerpr?sident den aufgebrachten Lakaien der orientalischen Potentaten zuerst entgegenschleuderte:

"In D?nemark nehme die Politik keinen Einfluss auf die Presse, antwortete Rasmussen k?hl, folglich gebe es keinen Grund f?r ein Gespr?ch."

So ist es Recht. Es k?nnte tats?chlich notwendig werden, das Verh?ltnis von Staat und Religion zu ?berdenken. Allerdings nicht so wie sich das die Def?tisten w?nschen; die Antwort auf die jetzigen, religi?sen Umtriebe sollte lauten, dass der demokratische Verfassungsstaat die Religion st?rker an die Kandare nimmt. Namentlich solche Religionen, die das Recht auf freie Religionsaus?bung dazu benutzen um sexistische, rassistische und anti-demokratische Auffassungen zu propagieren?

? propos: Mohamed als Quasimodo, meine neue Lieblingskarikatur des selbsternannten Propheten.

5.2.06 20:28


Nieder mit dem Defätismus! (Part 2)

Die Zeit staatlich verordneter Meinungsbeschr?nkungen sind eigentlich weitgehend vorbei; gut der Staat greift bei bestimmten Themen relativ hart durch, allerdings bin ich der Letzte, der hier seine Stimme erheben w?rde ? von "Blasphemieparagraphen und Naturschutz f?r religi?se Glauben einmal abgesehen. Ansonsten wird die Meinungsfreiheit durch ausl?ndische Staaten und "gesellschaftliche" Gruppen eingeschr?nkt. Durch die ?konomisierung des Lebens versuchen fremde M?chte Kritik an sich zu unterbinden und insbesondere religi?se, aber auch nationalistische und andere weltanschauliche Extremgruppen versuchen einzelne unter Druck zu setzen. Das ist gegenw?rtig die gr??te Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit und dagegen muss angegangen werden. Obwohl die Menschen, die sich diesem Druck beugen, anstatt erst Recht ihre Meinung zu verfechten, fast noch schlimmer sind wie die Fanatiker, die keine Kritik oder anderen Meinungen vertragen k?nnen?

Grunds?tzlich muss man sagen, dass man hier einfach den Ernst der Lage verkennt und dieser Kulturrelativismus und der um sich greifende Def?tismus einfach nur ekelhaft sind! Es wird hier gerade so getan, als st?nden sich hier eine christliche Welt und eine islamische gegen?ber. Doch dies ist nicht der Fall; Europa fiel lange nach dem Orient in die Dunkelheit des Monotheismus und befreite sich weit fr?her davon. Sp?testens mit der Renaissance endet in Europa die Allmacht Gottes, zuerst k?nstlerisch, dann philosophisch und schlie?lich auch gesellschaftlich-moralisch. Staatlich gesehen hatte die Religion hier nie die Machtstellung inne wie im Orient. Die Kirche k?mpfte best?ndig gegen den feudalen Adelsstaat, die ausstrebenden Stadtstaaten und die sich entwickelten Zentralstaaten. Der p?pstliche Universalismus fand sein ?beraus tragisches Ende, bereits im hohen Mittelalter, in Avignon, durch Phillip des Sch?nen, die Reformation machte die Kirche, in allen protestantischen Gebieten, zu braven Scho?hunden des Staates und die Macht des Katholizismus wurde von der Napoleonischen S?kularisierung gebrochen. Europa hat also einen langen und letztendlich auch erfolgreichen Emanzipationskampf gegen die Religion hinter uns. Dieses Vakuum, das vom untergehenden Christentum hinterlassen wird, versuchen nun islamische Eiferer auszuf?llen und wenn wir ihnen nicht entschlossen entgegentreten, so k?nnte ihnen das glatt gelingen.

Demokratie, gesellschaftliche Liberalit?t und die B?rgerrechte mussten m?hsam erk?mpft werden und es gab schwere R?ckschl?ge. Verteidigt man seine Rechte nicht, so wird man sie verlieren. Die Freiheit der Presse ist hier von entscheidender Bedeutung; gegenw?rtig teilt sich Selbige in zwei Lager: Die Def?tisten und die Aufrechten.

Das Lager, das sich zur Verteidigung der Pressefreiheit entschlossen hat, agiert gew?hnlich vorsichtig und gem??igt; nur selten erfolgt der Hinweis, wie es wohl den christlichen Kirchen ergehen w?rde, sollten diese einen ?hnlichen Terz vollf?hren.

http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,399670,00.html

Ein recht nachdenklicher Text, mit der dezenten Aufforderung seine Grundwerte nicht aufzugeben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,400031,00.html

http://service.spiegel.de/cache/international/spiegel/0,1518,399263,00.html

Seltsam ist, dass ausgerechnet Menschen von au?erhalb am deutlichsten f?r die Verteidigung westlicher Werte und Freiheiten eintreten. Woran das wohl liegen mag? Vielleicht f?hlen sich Opfer islamisch-diktatorischer Gesellschaften eher bedroht und kennen Ziele und Absichten der Eiferer aus eigener Erfahrung, w?hrend die B?rger westlicher Staaten allenfalls die abstrakte Gefahr eines Anschlags oder das kaum greifbare Gef?hl einer Bedrohung durch islamische Fanatiker im eigenen Land kennen?

http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,3892444,00.html

Andere dagegen gehen ihrerseits zum Angriff ?ber und weisen den Verteidigern religi?ser Gef?hle Heuchelei und Doppelmoral vor, da gerade die L?nder die sich am lautesten ereifert haben, selbst gegen Minderheiten und Andersdenkende hetzen ? und dabei selbst Kleinkinder einspannen. Wie kommt es, dass diktatorische Regime so ungestraft Demokratien beschimpfen k?nnen? Wieso lassen sich das die europ?ischen Regierungen und B?rger gefallen? Dass L?nder wie Saudi-Arabien oder der Iran vor ihnen so selbstgerecht und ?berheblich herumstolzieren? Manchmal verzapft Frontal 21 ja ziemliche R?uberpistolen, aber dieses Mal stimmt man mit dem Schwiegersohn Moderator ausnahmsweise mal ?berein: "Wer Respekt verlangt sollte Respekt zollen" ? und damit sieht es in der Gegend und in der Religion ganz schlecht aus?

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5220160_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

Karikaturisten, Satiriker und andere Eulenspiegel unsrer Zeit stellen sich da schon offener auf die Seite der Kunst- und Pressefreiheit. So ver?ffentlich das franz?sische Satiremagazin Charlie Hebdo, sehr zum Unmut der heimischen Politik, nicht nur die d?nischen Mohammedkarikaturen sondern auch eigene ? und die Justiz macht mir und wei?t islamische Klagen dagegen einfach ab. Auch die Titanic bleibt ihrem Ruf treu. Nachdem schon die Frage, ob denn Jesus noch eine Rolle spiele, negativ beantwortet wurde?



?scheint es nun auch mit Mohammed ein schlimmes Ende zu nehmen.



Aber mal ehrlich, wie sollten Satirezeitschriften hier auch widerstehen k?nnen? Der fundamentalistische Terz schreit doch f?rmlich danach parodiert zu werden und noch mehr Karikaturen seines selbsternannten Propheten zu fabrizieren? Und die Folgen? Die sind der Titanic egal:

"Dieser islamische Fundamentalismusquatsch ist ja nur eine von den ganz neuen Dummheiten, die uns jetzt auch noch besch?ftigen m?ssen - sie sollen sich halt melden. Ich glaube, einmal kam so eine Bombendrohung: "Wir werden euch alle t?ten." Nicht mal das halten sie ein... Also Angst vor Repressalien haben wir nicht, unsere Auflage in den arabischen Staaten ist gering und wenn da der ein oder andere muslimische Abonnent zur?cktritt, weil wir seine religi?sen Gef?hle beleidigt haben, dann muss er halt k?ndigen. Ich glaube, so viele sind es in der Tat aber nicht."

Gut so, dass lobe ich mir! Allerdings sind nicht alle Menschen so aufrechte Streiter der Freiheit, es gibt sie noch immer: Die Def?tisten.

Viel Weinerliches und Unn?tiges geben sie den Menschen zum lesen mit auf den Weg; allerdings pl?diere ich hier noch einmal daf?r, in der N?he der Def?tisten W?rgger?usche zu imitieren und seine Abscheu zum Ausdruck zu bringen. Ein besonderer Tiefpunkt war diese kleine Fernsehdebatte:

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair05/aktuell/

Dort wurde n?mlich ?ber die Mohammedkarikaturen und deren Folgen debattiert, mit einer recht illusteren Runde, allerdings wurden die Karikaturen nicht gezeigt; der Grund: aus Respekt vor einem moslemischen Diskutanten durften alle anderen die blasphemischen Bilder nicht sehen Hallo? In diesem Fall m?chte ich meine Rundfunkgeb?hren zur?ckerstattet haben und zwar tout de suite, wenn ich bitten darf!

Es kam darin sogar soweit, dass ein CDU-Politiker (Wolfgang Bosbach) und ein ?sterreichischer Kabarettist (Werner Schneyder) allein die Grundwerte der westlichen Demokratien verteidigt haben (sic!) und deren Aufweichung durch den Kulturrelativismus angeprangert haben. Fast wirkte es so, als seinen die j?disch-christlichen Grundwerte der CDU ins Privatleben entschwunden und die Konservativen w?rden nun die Prinzipen der liberalen Demokratie verfechten. Was soll man von diesem pl?tzlichen Gesinnungswandel der Christlich-Konservativen halten?

Egal auf jeden Fall sollten noch mehr Karikaturen des selbsternannten Propheten Mohammeds ver?ffentlicht werden. Dieser wird sich ?brigens nun noch selbst zu Wort melden:

11.2.06 01:08


Ayaan Hirsi Ali

Eine mutige Frau, nicht weil sie hier den Islam durch den Kakao zieht und die Fundis mit skandal?sen Videos ?rgert ? die ?brigens keinem vern?nftigen Menschen anr?chig scheinen, sondern lediglich die ?ffentlichkeit, auf den Missbrauch und die Unterdr?ckung von Frauen, in traditionell-islamisch gepr?gten Familien, aufmerksam macht ? mutig ist sie deshalb, weil sie aus den finstersten Teilen der Welt hierher geflohen ist; welche Seelengr??e und Willenst?rke muss ein Mensch besitzen, um sich aus einem von Religion und Patriarchat gepr?gten Umfeld zu emanzipieren? Welche Opfer und Schmerzen ertragen k?nnen?

Ein netter Nebeneffekt ihres Auftretens ist auch, dass man ihr zuh?ren muss, selbst die Pseudolinken k?nnen sie nicht einfach als Rassistin oder Populistin abstempeln. Ihre Biographie spricht dagegen, sie kommt aus einer Kultur, wo die Unterdr?ckung der Frauen allt?glich und gesellschaftlich sanktioniert ist. Daher wird sie am ehesten der falschen Toleranz und der Gleichg?ltigkeit der Mehrheitsgesellschaft gegen?ber unhaltbaren Missst?nden, in so genannten Zuwanderermilieus entgegenwirken k?nnen?

Ayaan Hirsi Ali geh?rt zu den wenigen Menschen, deretwegen es Sinn macht ein Asylrecht zu haben und dieses nicht nur bei politisch-staatlicher Verfolgung zu gew?hren sondern auch bei Verfolgung durch nicht-staatliche Gruppen und aufgrund des Geschlechts ? allerdings sollte man damit Schluss machen, denen Unterschlupf zu gew?hren, welche die kleine Schar von Dissidenten in ihren Heimatl?ndern verfolgen, Leuten wie diesem Kaplan, die nun wirklich nichts in good old Europe zu suchen haben?
11.2.06 02:28


Über die Notwendigkeit einer atheistisch-säkularen Partei

Die aktuellen Ereignisse - ausgel?st von ein paar harmlosen, d?nischen Karikaturen - haben zweifelsohne gezeigt, dass es von N?ten ist atheistischen und s?kularen Prinzipen politisches Gewicht zu verleihen. Die etablierten, politischen Kr?fte haben ?berwiegend versagt: Die Gr?nen - als Vertreter von Basisdemokratie und B?rgerbewegungen - ?u?erten sich all zu ma?voll. Die FDP ? die praktisch nichts mehr mit den Bestrebungen des Liberalismus zu tun hat ? schwankte zwischen Einknicken und Entschuldigung auf der einen Seite und populistischer Kraftmeierei auf der anderen Seite. Die SPD ? aus dem Geiste der sozialistischen Arbeiterbewegung erwachsen ? trat hier ?u?erst unr?hmlich auf und ging (in Teilen) sogar so weit, die Ver?ffentlichung der Karikaturen zu kritisieren. Ausgerechnet die CDU profiliert sich nun als Vertreterin von demokratisch-s?kularer Staats- und Gesellschaftsordnungen; so wie wenn es die christliche Stahlhelmphase der letzten Jahrzehnte nie gegeben h?tte. Als ob Helmut Kohl niemals die geistig-moralische Wende postuliert h?tte und liberale Wertvorstellungen das Fundament der CDU bildeten. Gut, besser solche Konservativen, als andere ? aber macht das Sinn? Die Linkspartei hat hier, das Wenige an Ansehen, dass sie gehabt hat v?llig verspielt und Gysi hat sich als ewiger Lakai diktatorischer Systeme zu erkennen gegeben. Indem er sagte, ausw?rtige Regime h?tten gar nicht die Macht, die hiesige Pressefreiheit einzuschr?nken, und dann den Vergleich mit der unseligen Khomeini-Karel Aff?re zog und meinte damals habe man sich auch entschuldigt und damit sei die Sache erledigt gewesen.

Was tun? Es w?re an der Zeit eine Partei ins Leben zu rufen, die antiklerikal und antifundamentalistisch ist, die bestrebt ist die s?kulare Demokratie auszubauen und zu verteidigen und nicht zuletzt die Freiheiten und Rechte des Individuums gegen Kollektivideologien aller Art.

Zu kl?ren bliebe, wie sich das konkrete Programm gestallten sollte, neben dem Entzug religi?s begr?ndeter Privilegien und dem Verbot ebensolcher Diskriminierungen, sollte nat?rlich eine bewusste und verantwortliche gesellschaftliche und politische Weiterentwicklung auf dem Programm stehen ? im Sinne des evolution?ren Humanismus.

Sollte dieses Gedankenspiel Wirklichkeit werden, so ist das Problem nicht eine entsprechende W?hlerschaft zu finden, ?ber 30% Religionslose plus die s?kular gesinnten Religionsmitglieder und die nur nominell einer Religion Angeh?rigen d?rften ?ber 50% der Bev?lkerung ausmachen. Die jeweils positiven Inhalte k?nnte man von den etablierten Parteien ?bernehmen und durch Zus?tzliche erg?nzen. Problematisch w?rde es sein, den Weg der anderen Parteien zu vermeiden; innerparteiliche Demokratie und Diskussionskultur m?ssten erhalten bleiben, ebenso wie der Wettstreit und die Vielfalt von Ideen.

Jedem sollte klar sein, dass es an der Zeit ist, dass die Mehrheit in Fragen der "Religion" repr?sentiert wird und dies nicht mehr religi?sen Lobbyisten ?berlassen werden kann, sonst wird das nie was mit der Anschaffung der staatlichen F?rderung bestimmter Religionsgemeinschaften oder der Aufhebung von Blasphemiegesetzen ? ganz im Gegenteil...
11.2.06 23:24


12.2.06 21:34


Münschen - der Film

M?nchen lohnt sich, wenn man Vergeltungs- und Konfliktfilme mag, in denen es keinen Ausweg, keinen Frieden, keine Vergebung, kein Vergessen und kein Richtig oder Falsch gibt.

Die Geschichte ist eigentlich recht einfach: 1972, w?hrend den olympischen Spielen, nehmen pal?stinensische Terroristen die israelische Mannschaft als Gei?eln. Der Befreiungsversuch schl?gt fehl und alle Gei?eln werden ermordet. Der israelische Geheimdienst beauftragt den Agenten Avner und dessen Team 11 an der Vorbereitung und Planung des Anschlags beteiligte Pal?stinenser zu liquidieren, als Vergeltung. Kein Mission Impossible mit Super Spionen und tollen Effekten, aber einer von Spielbergs besseren und sehenswerten Filmen (auch wenn das Geschehen nicht unbedingt authentisch sein muss)?
12.2.06 23:19


Ach ja, Europa wo sind bloß all deine mutigen Politiker hin?

Europaparlament

Europ?isches Parlament und Kommission nehmen endlich Stellung, in der Frage selbst recht deutlich, aber immer noch redet man von Dialog und ?hnlichem Schwachsinn, anstatt endlich geeignete Ma?nahmen zu ergreifen, die Europas w?rdig sind. Immerhin wirft die europ?ische Union ein ?hnliches Gewicht in die Wagschale wie die USA. Au?erdem k?nnte man hier f?r die weitere staatliche Entwicklung der Union und die europ?ischen Einigungsbestrebungen einen erheblichen Beitrag leisten. Also etwas mehr Begeisterung, Konfrontationswillen und Esprit wenn ich bitten darf, meine Damen und Herrn Europapolitiker!

Interview mit dem d?nischen Ministerpr?sident Anders Fogh Rasmussen

"Ich kann mich nicht beklagen. Alle unsere Partner, die EU, die Nato und auch die USA, haben sich mit uns solidarisiert. Das ist wichtig. Die islamische Welt muss zur Kenntnis nehmen, dass wir keinesfalls isoliert sind. Es geht nicht um einige Karikaturen, es geht um demokratische Grundwerte."

Hierin liegt die gro?e Chance f?r den europ?ischen Staatenbund, die gro?en L?nder ? also Deutschland, Frankreich, Italien und Gro?britannien ? haben nun die Gelegenheit zu zeigen, dass die kleinen und mittleren L?nder durch die Europ?ische Union weder ihre Selbstst?ndigkeit einb??en, noch wirtschaftlich dominiert werden oder gar ihrer kulturellen Identit?t beraubt werden. Sondern durch die Europ?ische Union vor ?bergriffen ausw?rtiger Potentaten gesch?tzt sind. Wie es Ministerpr?sident Rasmussen selbst ausdr?ckt:

"EU-Kommissar Peter Mandelson hat unmissverst?ndlich klar gemacht, dass der Boykott eines Mitgliedslands einem Boykott der gesamten EU gleichkommt. Es ist etwas anderes, sich mit dem kleinen D?nemark oder der m?chtigen Gemeinschaft der 25 anzulegen, die die gr??te Wirtschaftskraft der Welt darstellt. Und es unterstreicht, dass die EU eben auch eine Wertegemeinschaft ist."

Nichts schwei?t die Menschen mehr zusammen als eine gemeinsame Bedrohung durch einen ausw?rtigen Feind; im Grunde m?sste ich dem islamischen Fundamentalismus sogar dankbar sein - im Kampf gegen ihn liegt die gro?e M?glichkeit die nationalistische Zersplitterung Europas endlich zu ?berwinden...


Doch nun zum Stand der ?ffentlichen Diskussion; zuerst zu den eher erfreulichen ?u?erungen und Ereignissen:

Das ist des Pudels Kern.

"Am offensten, man k?nnte sogar sagen, "verr?terisch offen" spricht Leserbriefschreiber Professor Dr. Gerhard E. Feurle aus, worum es eigentlich geht, gerade weil er deutliche
Sympathien f?r die islamische Welt empfindet: "Unsere s?kulare Weltanschauung bedroht - ob wir es wollen oder nicht - die Existenz des Glaubens der muslimischen Welt mit dessen Regeln, Sitten, Gebr?uchen und Gesetzen. Eine der Ursachen des islamistischen Terrors neben dem Pal?stina-Problem ist doch der Verteidigungskampf der traditionell Rechtgl?ubigen gegen die als zerst?rerisch empfundene Kraft unserer Zivilisation. Die Karikatur des Propheten wird als Teil dieses Vernichtungswerks gesehen, der ins Herz des islamischen Glaubens trifft." Das ist des Pudels Kern."

Dann wollen wir dieses Vernichtungswerk mal zu Ende bringen, zumindest bei uns zu Hause:

"Wenn wir von Imamen in Europa, die hier s?mtliche Freiheiten der westlichen Zivilisation genie?en, als "Ungl?ubige" beschimpft werden, nur weil wir Christen, Juden, Buddhisten oder Anarchisten sind, wenn Juden in arabischen Medien als Massenm?rder, Kindersch?nder, Schweine und Ratten dargestellt werden, wenn in dem aktuellen t?rkischen Hetzfilm "Tal der W?lfe" ein j?discher Arzt gezeigt wird, der wie einst der Nazi-Folterknecht Dr. Mengele Nieren aus unschuldigen (hier: t?rkisch-arabischen) K?rpern herausoperiert, wenn Angela Merkel mit Hitler verglichen wird und der Mord an Dutzenden unschuldiger Zivilisten in der Londoner U-Bahn von islamischen Geistlichen aufs H?chste gepriesen wird, dann sch?tteln wir den Kopf."

Denn um derartigen Unversch?mtheiten und dem unfl?tigen P?bel, der uns langweilt, einen Riegel vorzuschieben, bedarf es etwas mehr als blo?es Kopfsch?tteln: Die Religion ? namentlich der Monotheismus ? muss zur Ader gelassen werden, es kann und darf nicht l?nger so sein, dass die so genannte Religionsfreiheit andere Freiheiten oder gar die Verfassung als solches au?er Kraft setzt..

Alice!

Na ja, zu der Haltung Alice! muss man nun wirklich nichts mehr sagen, die hat n?mlich den islamischen B?ttel seit 1979 sprichw?rtlich gefressen.

"Die einzige wahre Antwort auf den Terror w?re gewesen, dass alle Zeitungen im Westen ? und nicht nur die wenigen tapferen ? diese harmlosen Karikaturen nachdrucken; und dass demokratische Staatschefs wie islamische Autorit?ten den Terror in aller Deutlichkeit und Sch?rfe verurteilen. Aber das passiert nur z?gerlich und halbherzig."

Mann kann ihr da ? ausnahmsweise ? unbegrenzt zustimmen, zumal sie dieses Mal sogar ihr Gebetsm?hlenartiges "die M?nner (bzw. die M?nnlichkeit) sind schuld" wegl?sst...


Nat?rlich melden sich auch wieder die Def?tisten zu Wort:

In welche Zukunft predigen wir unsere alten zivilen Werte?

Etwas ?ber ?ngstlich k?nnte man meinen, nicht? (Zumal hier L?gen und M?rchen ?ber Nietzsche verzapft werden, dass man fast meinen k?nnte, es hie?e wieder: "O'zapft is" ? Vollsuff und Journalismus geh?ren nicht gerade zu den besten Kombinationen...)

"Auch liberalere Geister k?nnten sich bei Gelegenheit der aktuellen Unruhen fragen, ob die erfolgreichen Abwehrk?mpfe, die das christliche Europa einst gegen den Ansturm arabischer M?chte f?hrte, von heute aus gesehen nicht umsonst gewesen sind. Der zur Mehrheit tendierende Anteil der muslimischen Bev?lkerung von Amsterdam und anderen Metropolen braucht unsere Toleranz bald nicht mehr."

Meine G?te, als ob die T?rken erneut vor Wien stehen w?rden, oder ist das nur ein Trick der Konservativen, um den EU-Beitritt der Post-Osmanen endg?ltig abzuschmettern? Zwar gibt es hier haufenweise illoyale und latent gesellschaftsfeindliche Elemente, aber ist das trotzdem nicht etwas ?bertrieben? Diese st?renden Elemente finden sich n?mlich schneller drau?en vor der T?re wieder, als ihr Def?tisten vermeintlichen, vergangenen Herrlichkeiten nachtrauern k?nnt...

"Die religi?s Indifferenten leben nicht mehr ganz unter sich in diesem Land. Der Verletzung sakraler Gef?hle kommt daher eine andere Bedeutung zu als in der fr?heren Bundesrepublik. Sie sollte ebenso strafbar sein wie die Verletzung der Ehre."

Tja, wie w?re es stattdessen, die Ursache, also religi?se Gef?hle (einer bestimmten Richtung), unter Strafe zu stellen? Zwischenzeitlich hilft eigentlich nur das hemmungslose Verletzen und Missachten religi?ser Gef?hle, denn solange nichtreligi?se Gef?hle von denn ach so verletzlichen Vertretern der (monotheistischen) Religion so schamlos verletzt werden, ist das wohl das Mindeste. Die "fr?here" Bundesrepublik tausche ich n?mlich nicht gegen eine staatlich sanktionierte Schutzzone f?r religi?se Empfindungen ein, damit das klar ist.


Im islamischen Orient:

Die Muselmanen indessen sind nicht nur manisch-panisch, weil - durch ihr un?berlegtes Verhalten - nun ihr angeblicher Prophet zur Zielscheibe des Spottes geworden ist sondern auch latent anti-semitisch:

The Arab Media's Portrayal of Jews

Allerdings fragt sich, was sie damit bezwecken wollen: Wissen sie denn nicht, dass ihr ?blicher pseudo-linker und quasi-intellektueller Anhang, im Westen, ihnen nicht zur Seite stehen wird, wenn sie gegen die Juden hetzen? Ganz besonders dann nicht, wenn sie den St?rmer und die nationalsozialistischen Stereotypen nach?ffen. Ansonsten h?tten sie betr?chtliche Chancen gabt Europa in dieser Frage zu spalten, aber so? Tja, Pech gehabt.

M?nte in trouble

Da schaut er der M?ntefering: Die Muselmanen wuseln voll Zorn auf ihren Strassen herum und fordern seinen Tod. Es darf gelacht werden ? allerdings bleibt die Frage, ob es m?glich w?re, durch noch mehr Karikaturen des M?chtegern Propheten Mohammeds seine (Ernst) J?nger so sehr zu reizen, dass sie vor Wut platzen. Zugegeben: W?rde eine ziemliche Sauerei geben, aber was tut man nicht alles f?r die V?lkerverst?ndigung?

...und daran kann man erkennen, dass Gott Geld ist.

Die Glaubenseiferer haben seltsamerweise ?beraus weltlich-materielle Dinge n?tig, um Frevel an ihren komischen G?ttern zu r?chen. Ei, ist denn der Glaube allein nicht mehr stark genug, um Berge zu versetzen?

Lieder, die die Welt nicht braucht

Nach seinem Smashhit " Ich hasse Israel" begl?ckt uns nun ein orientalischer Barde mit einem neuen Lied, dass die Welt nicht braucht: "Unsere Geduld ist zu Ende" ? sch?n, dann k?nnt ihr endlich mal nachvollziehen, wie sich die anderen bei euren Eskapaden f?hlen m?ssen ? wenn die Welt schon in "wir" und "ihr" aufgeteilt wird...


Allerdings heulen uns auch einige Muselmanen auf scheinbar fundierte Art und Weise die Ohren voll.

uninteressante Betrachtungen

"Es ist keine Revolte gegen den Westen. Es ist vielmehr ein starkes Ekelgef?hl unter Muslimen - nicht nur bei den Fundamentalisten. Muslime essen kein Schweinefleisch. Aber nun ist es so, als ob man es ihnen in Mund presst. Der Westen muss Verantwortung ?bernehmen und Sensibilit?t gegen?ber den Traditionen anderer V?lker zeigen. Westliche Tageszeitungen drucken keine Bilder toter K?rper, weil es die Gef?hle der Menschen verletzen w?rde. Hier publizieren wir keine Bilder von Mohammed. Diese Art von Mangel an kultureller Sensibilit?t ist ein Problem im Westen und es w?chst weiter."

Oh nein, das ist ja furchtbar! Mal ehrlich, was geht es L?nder wie Pakistan an, was die D?nen in ihren Zeitungen drucken und was nicht? K?mmert sich der Westen so um die Inhalte der pakistanischen Presse oder hat irgendjemand eines von den frommen Schafen gezwungen sich die Karikaturen anzusehen? Nein? Also wozu all der Terz? Das Problem, das dieser Schw?tzer im Westen zu erkennen glaubt, wird nat?rlich weiter anwachsen ? und das ist auch gut so!

Was wenn er sich jemals mit Lukas Fastenzeit verbr?dern sollte?

Wie kann man bittesch?n so jemanden als Philosophen bezeichnen? Philosophie hei?t soviel wie Liebe zur Weisheit und das wird man bei jenem doppelz?ngigen Eiferer wohl vergeblich suchen, der hier so beflissen die Vernunft beschw?rt, weil ihm andere Mittel nicht zur Verf?gung stehen, ansonsten ist er weniger zimperlich:

"Die westliche Lebensweise st?tzt sich auf und erh?lt sich durch die Verf?hrung zur Aufstachelung der nat?rlichsten und primitivsten Instinkte des Menschen: sozialer Erfolg, Wille zur Macht, Drang zur Freiheit, Liebe zum Besitz, sexuelles Bed?rfnis usw."

Dies und anderen Unrat und Schm?hungen gegen die ach so b?se, westliche Welt kann man in seinen Schriften finden. Doch zur?ck zum Interview, in dem man nur zwischen den Zeilen lesen muss:

"In der islamischen Welt gibt es eine Reihe von L?ndern, etwa Syrien und Iran, die unter enormem Druck des Westens stehen. Die Regierungen stellen sich selbst als Opfer dar und bringen ihre B?rger gegen den Westen auf. In Gaza, um von einem anderen Beispiel zu sprechen, herrscht die Vorstellung, dass der Westen von Demokratie spricht, aber Wahlergebnisse nicht akzeptiert, wenn die Stimmen ausgez?hlt sind. Hinzu kommt die weit verbreitete Sichtweise, dass Israel zu Lasten der Pal?stinenser unterst?tzt wird. Da kommt einiges zusammen und im Ergebnis f?hrt das zu der Wahrnehmung, dass der Kampf gegen den Terrorismus auch ein Kampf gegen die Muslime ist. Die Karikatur Mohammeds mit einer Bombe im Turban war da nicht unbedingt hilfreich."

Ei, woher blo? all die bitteren Klagen? Und was f?r Wahlergebnisse hat der Westen denn nicht akzeptiert? Denn Wahlsieg der Hamas etwa? Niemand bestreitet deren Recht eine Regierung zu bilden, Geld erhalten sie dennoch nicht, sofern sie sich nicht zivilisiert auff?hren und ihren Frieden mit Israel machen. Sollten so Beispiele wie Algerien gemeint sein, dann bleibt zu sagen, wenn eine anti-demokratische Str?mung, wie es islamische Heilsfronten sind, durch Wahlen an die Macht kommen und eine Theokratie anstreben, wer sollte es dem Milit?r ?bel nehmen, wenn es dann putscht? Sicher nicht die feine Art, aber die aufgekl?rte bzw. gottlose Tyrannei ist eben immer noch besser als eine islamische Theokratie.

Ach sonst bleibt ein schaler Beigeschmack zur?ck, die Muslime, in Europa, werden als eigenst?ndige Gruppe postuliert, die der Mehrheitsgesellschaft der "Europ?er" gegen?bertrete ? trau, schau, wem...


In M?tterchen Russland dagegen:

Tagesschau

Erhalten die religi?sen Sausert?pfe mal wieder Sch?tzenhilfe vom neuen Autokraten aller Russen, der ironischerweise zu den Restbest?nden der alten Sowjetzeiten geh?rt.

"Die russische Regierung, die mit den Muslimen im eigenen Land, etwa in Tschetschenien, nicht immer zimperlich umgeht, hat sich im weltweit eskalierenden Karikaturenstreit demonstrativ hinter diejenigen gestellt, die religi?sen Gef?hlen den Vorrang geben vor Meinungsfreiheit."

Igitt sagen wir da: In Tschetschenien munter weiter metzeln und dann so was ? ist das nicht ein St?ck weit ziemlich geheuchelt, Herr Putin? Einerseits die renitenten Muselmanen im S?den erbarmungslos zu knechten und andererseits den Karikaturisten das Zeichnen verbieten zu wollen oder schl?gt man damit ganz bequem zwei Fliegen mit einer Klappe?? Wozu auch Pressefreiheit? Da zweifeln die Menschen doch nur an ihrem g?tigen und unerm?dlichen Herrscher, nicht wahr?


Auswirkungen auf die Bundesrepublik

Auch den letzten Kulturrelativisten und Toleranzpredigern sollte mittlerweile klar sein worum es hier geht: N?mlich darum die freie Meinungs?u?erung und die Freiheit der Presse zu verteidigen; der j?ngste Fall von ausw?rtigen Angriffen auf diese hohen G?ter unseres Gemeinwesens:

Eine Erkl?rung der iranischen Theokratie

Mit welcher Frechheit und Dreistigkeit die h?ndischen Lakaien der Potentaten hier auftreten.

"Angesichts des o. g. Sachverhalts protestiert die Botschaft der Islamischen Republik Iran vehement gegen den taktlosen Akt Ihrer Zeitung und fordert Sie ernsthaft auf, sich schriftlich daf?r zu entschuldigen und die notwendigen Schritte f?r eine Wiedergutmachung dieses unmoralischen Akts zu unternehmen. Die Botschaft der Islamischen Republik Iran in Berlin beh?lt sich au?erdem das Recht vor, die Angelegenheit rechtlich zu verfolgen."

Das wagt man heutzutage gegen die Presse einer Demokratie. So weit ist es also schon gekommen? Und es kommt noch besser:

Todesdrohungen

Der Zeichner wird bedroht und solche Ma?nahmen zeigen sogar Wirkung. Was f?r ein Volk sind wir eigentlich, dass sich von so etwas schrecken l?sst? Sollte man nicht meinen, dass derartige Drohungen alle Scheren in den K?pfen zerbrechen und jeder Mensch, in dessen Leben ein Funken Ehre ist, umso deutlicher seine Meinung zum Ausdruck bringen m?sste?

Das Ende der Narrenfreiheit

Selbst die Narren neigen zum Def?tismus und wollen keine Witze ?ber Muslime und deren selbsternannten Propheten machen. W?rdelose Weicheier sind sie, die Damen und Herrn Karnevalisten, die sich an dieses Spottverbot halten.

Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin

Zum Gl?ck bekommen es wenigstens noch die Protestanten ab, aber ist dass nicht ein bisschen armselig, vor den religi?sen Eiferern und Heulsusen klein bei zu geben anstatt sie ordentlich durch den Kakao zu ziehen, wie es sich geh?rt? Was wenn nun jeder daherkommt und dieses und jenes verbieten lassen will, weil er sich in seinen (religi?sen) Gef?hlen ja ach so verletzt f?hle? Katapultiert uns das nicht direkt zur?ck ins Mittelalter - in der Welt von der Name der Rose, wo es verboten ist zu Lachen, weil man ja ?ber Gott lachen k?nnte? Also, entweder ihr Narren nehmt alles gleich respektlos auf die Schippe oder eure Fassnachtsz?ge werden ebenfalls verboten ? irgendjemand wird sich durch dieselbigen schon in seinen religi?sen Gef?hlen verletzt f?hlen...

Was also tun? Es bietet sich nat?rlich an, s?mtliche Zeitungen und Medien anzuschreiben, die noch keine Mohammedkarikaturen ver?ffentlicht haben, und darum mit Nachdruck zu ersuchen. Sollten diese Medien die Pressefreiheit nicht verteidigen und sich auch nicht solidarisch mit D?nemark zeigen, dann w?rde ich dazu raten entsprechende Abos zu k?ndigen und diese Medien nicht k?uflich zu erwerben. Ferner sollten Firmen wie Nestl? in Europa boykottiert werden, wenn sie sich indirekt und aus schn?den Profitstreben am Boykott d?nischer Waren beteiligen und sagen sie w?ren keine D?nen, denn heute sind wir alle D?nen.


Statt der ?blichen Mohammedkarikatur gibt es nun eine recht treffende auf die Doppelmoral und Heuchelei der so genannten islamischen Welt:



Gut, es war ja nicht zu vermeiden und hier ist sie nun, die obligatorische Mohammedkarikatur:



Diese hier deutet ?brigens an, dass Jesus und Mohammed ein homosexuelles Verh?ltnis haben. Ger?chten zufolge wollen die beiden sogar heiraten und zwar in Amsterdam, wo der j?dische B?rgermeister dazu den Segen "urbi et orbi" erteilen wird. Das wird ein ziemlicher Schock f?r die homophoben Fans der beiden werden. Saudi-Arabien, Iran und diverse s?damerikanische L?nder versuchen verzweifelt in aller Welt Notfallpsychologen anzuwerben ? denn das Bekantwerden dieser Liaison k?nnte schlimmere Folgen nach sich ziehen, als damals die Trennung von Take That...
18.2.06 11:24


http://www.netzeitung.de/entertainment/movie/381579.html

Der Baader Meinhof Komplex von Stefan Aust wird verfilmt, allerdings von Bernd Eichinger. Allzu viel erwarte ich daher nicht, der Stoff ist gro?artig, mit einem entsprechenden Drehbuh k?nnte daraus ganz gro?es Kino werden. Verfilmt Eichinger das Ganze wieder ?hnlich ideenlos wie die Erinnerungen von Hitlers Sekret?rin, so ist es wahrhaft eine Verschwendung....

http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID2293332,00.html

Happy Hour ? eine weitere Verfilmung, dieses mal aber aus ungleich klassischeren Gefilden; Lessings Drama "Nathan der Weise" steht hier Pate ? oder dachtet ihr wirklich, dass ihr der Ringparabel jemals entkommen k?nntet? Allerdings ob das St?ck im rechten Milieu funktioniert? Mal sehen...
19.2.06 04:17


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