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2.9.06 12:28


"Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte, dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werk Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, dass kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat bei ihm jedes natürliche Licht erstickt."

- Voltaire
6.9.06 19:54


"Der Staat ist dazu verpflichtet, das unschuldige kleine Veilchen zu zermalmen, wenn es ausgerechnet auf seinem Wege wächst…" (Hegel)

die Verdammten
7.9.06 22:30


Thomas Bernhard hätte geschossen

Georg Schramm sollte eigentlich ein Begriff sein; falls nicht, so hat man gleich doppelt Grund am Sonntag den 17.09. des üblen Jahres des Herrn 2006 gegen 20:15 3sat anzuschalten. Es erwarten den Zuschauer neben dem umtriebigen Rentner Dombrowski auch der Oberstleutnant Sanftleben. Georg Schramm repräsentiert bitterböses, vor Sarkasmus triefendes und erstaunlich tiefgründiges Kabarett. Nichts für Freunde seichter Stoffe und billiger Pointen.
7.9.06 22:44


Christliche Hassprediger in Deutschland: Heute ein seniler, alter Mann, der sich für den Stellvertreter Gottes auf Erden hält.

der mediale Papstterror

Zitat: "Die Völker Afrikas und Asiens bewundern zwar unsere technischen Leistungen und unsere Wissenschaft, aber sie erschrecken zugleich vor einer Art von Vernünftigkeit, die Gott total aus dem Blickfeld des Menschen ausgrenzt und dies für die höchste Art von Vernunft ansieht, die man auch ihren Kulturen aufdrängen will. Nicht im christlichen Glauben sehen sie die eigentliche Bedrohung ihrer Identität, sondern in der Verachtung Gottes und in dem Zynismus, der die Verspottung des Heiligen als Freiheitsrecht ansieht und Nutzen für zukünftige Erfolge der Forschung zum letzten ethischen Maßstab erhebt."

(gäbe es Nietzsche nicht, so müsste man ihn erfinden)

- Das ist es nicht, was uns abscheidet, dass wir keinen Gott wiederfinden, weder in der Geschichte, noch in der Natur, noch hinter der Natur, - sondern dass wir, was als Gott verehrt wurde, nicht als "göttlich", sondern als erbarmungswürdig, als absurd, als schädlich empfinden, nicht nur als Irrthum, sondern als Verbrechen am Leben ... Wir leugnen Gott als Gott ... Wenn man uns diesen Gott der Christen bewiese, wir würden ihn noch weniger zu glauben wissen. - In Formel: deus, qualem Paulus creavit, dei negatio. - Eine Religion, wie das Christenthum, die sich an keinem Punkte mit der Wirklichkeit berührt, die sofort dahinfällt, sobald die Wirklichkeit auch nur an Einem Punkte zu Rechte kommt, muss billiger Weise der "Weisheit der Welt", will sagen der Wissenschaft, todtfeind sein, - sie wird alle Mittel gut heissen, mit denen die Zucht des Geistes, die Lauterkeit und Strenge in Gewissenssachen des Geistes, die vornehme Kühle und Freiheit des Geistes vergiftet, verleumdet, verrufen gemacht werden kann. Der "Glaube" als Imperativ ist das Veto gegen die Wissenschaft, - in praxi die Lüge um jeden Preis ... Paulus begriff, dass die Lüge - dass "der Glaube" noth that; die Kirche begriff später wieder Paulus. - jener "Gott", den Paulus sich erfand, ein Gott, der "die Weisheit der Welt" (im engern Sinn die beiden grossen Gegnerinnen alles Aberglaubens, Philologie und Medizin) "zu Schanden macht", ist in Wahrheit nur der resolute Entschluss des Paulus selbst dazu: "Gott" seinen eignen Willen zu nennen, thora, das ist urjüdisch. Paulus will "die Weisheit der Welt" zu Schanden machen: seine Feinde sind die guten Philologen und Ärzte alexandrinischer Schulung -, ihnen macht er den Krieg. In der That, man ist nicht Philolog und Arzt, ohne nicht zugleich auch Antichrist zu sein. Als Philolog schaut man nämlich hinter die "heiligen Bücher", als Arzt hinter die physiologische Verkommenheit des typischen Christen. Der Arzt sagt "unheilbar", der Philolog "Schwindel"
10.9.06 19:06


"Allein der römische Senat, unbekümmert um den Eid der Offiziere und um das Schicksal der Geiseln, kassierte den Vertrag und begnügte sich diejenigen, die ihn abgeschlossen hatten, als persönlich für dessen Erfüllung verantwortlich dem Feinde auszuliefern. Es kann der unparteiischen Geschichte wenig darauf ankommen, ob die römische Advokaten- und Pfaffenkasuistik hierbei den Buchstaben des Rechts gewahrt oder der Beschluß des römischen Senats denselben verletzt hat; menschlich und politisch betrachtet trifft die Römer hier kein Tadel. Es ist ziemlich gleichgültig, ob nach formellem römischen Staatsrecht der kommandierende General befugt oder nicht befugt war, ohne vorbehaltene Ratifikation der Bürgerschaft Frieden zu schließen; dem Geiste und der Übung der Verfassung nach stand es vollkommen Fest, daß in Rom jeder nicht rein militärische Staatsvertrag zur Kompetenz der bürgerlichen Gewalten gehörte und ein Feldherr, der ohne Auftrag von Rat und Bürgerschaft Frieden schloß, mehr tat, als er tun durfte. Es war ein größerer Fehler des samnitischen Feldherrn, den römischen die Wahl zu stellen zwischen Rettung ihres Heeres und Überschreitung ihrer Vollmacht, als der römischen, daß sie nicht die Seelengröße hatten, die letztere Anmutung unbedingt zurückzuweisen; und daß der römische Senat einen solchen Vertrag verwarf, war recht und notwendig. Kein großes Volk gibt, was es besitzt, anders hin als unter dem Druck der äußersten Notwendigkeit; alle Abtretungsverträge sind Anerkenntnisse einer solchen, nicht sittliche Verpflichtungen. Wenn jede Nation mit Recht ihre Ehre darein setzt, schimpfliche Verträge mit den Waffen zu zerreißen, wie kann ihr dann die Ehre gebieten, an einem Vertrage gleich dem Caudinischen, zu dem ein unglücklicher Feldherr moralisch genötigt worden ist, geduldig festzuhalten, wenn die frische Schande brennt und die Kraft ungebrochen dasteht?"

- Theodor Mommsen, "Römische Geschichte"
13.9.06 20:49


Ob der Ratze wohl wieder beim Meise übernachtet hat?

Ratze und Meise
14.9.06 21:19


Écrasez l'Infâme!

Mittlerweile ist es schon soweit gekommen, dass man das Recht Ranzingers auf freie Meinungsäußerung verteidigen muss. Dafür sollt ihr Muselmanen mir büßen!

Ein Sektenfürst erlebt sein Dänemark

Das eigentlich komische dabei ist die Art des Protests: Um gegen den Vorwurf der Gewalttätig zu protestieren, werden Kirchen angezündet. Allerdings braucht sich Ranzinger gar nicht hinter irgendwelchen Ausflüchten verstecken:

Alibidialoge

"Der Kaiser wusste sicher, dass in Sure 2, 256 steht: Kein Zwang in Glaubenssachen – es ist eine der frühen Suren aus der Zeit, wie uns die Kenner sagen, in der Mohammed selbst noch machtlos und bedroht war."

(was stark an die Machtergreifung des Christentums im römischen Reich erinnert: Zuerst religiöse Toleranz für sich einfordern und dann ein totalitäres Terrorregime errichten; doch geschickt zielt Ranzinger hier auf seinen wesensgleichen Widersacher an und unterstellt ihm, er predigte Toleranz nur solange wie er diese selbst nötig hatte – was den Tatsachen entsprechen dürfte.)

"Er sagt: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten"."

(soweit so richtig, allerdings klingt der Vorwurf fragwürdig, wenn er aus dem Mund eben des Mannes stammt, der der katholischen Sekte vorzustehen pflegt. Wir erinnern uns "Gott will es!" und "Tod oder Taufe!"...)

Dennoch:

Die Rückkehr des Defätismus

Dieser Defätismus ist nicht minder abstoßend, als der zu der Zeit, als die heroische dänische Nation von einer totalitären Sekte angegriffen und verunglimpft wurde. Sicher, Häme und Spott wären hier angebracht, da der religiöse Wahn nun jemanden getroffen hat, der im Namen der Religion permanent das Palladium der Demokratie, die Meinungsfreiheit, attackiert hat, aber dieses ekelhafte Kriechen, dies würdelos Beschwichtigen ist widerlich. Es wäre an der Zeit für die freie Meinungsäußerung mehr als nur eine Lanze zu brechen. Unabhängig davon, ob man das, was Ranzinger sagt, für richtig oder falsch hält, ist man, im Namen von Freiheit und Demokratie, dazu verpflichtet für sein Recht zu kämpfen, es zu sagen. Ganz gleich wie man zu dessen fragwürdiger Sekte und seinen persönlichen Verwirrungen und Entgleisungen – Stichworte: ADIS, Verhütung, Familienplanung, Rolle der Frau, Zölibat, Homosexualität und sonstige Moralvorstellungen - stehen mag. So und nun verletzt Voltaire noch die Gefühle der muselmanischen Gläubigen:

"Doch dass ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, dass er seine Mitbürger glauben machen will, dass er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte, dass er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, dass er, um diesem Werk Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, dass kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat bei ihm jedes natürliche Licht erstickt."

Nun nein, meine Christen, es gibt keinen Grund zum frohlocken. Nicht umsonst lautet Voltaires Schlachtruf gegen eure Kirche: Écrasez l'Infâme!
16.9.06 16:09


http://www.kirchen-einsparen.de/ardpanorama/index.php

Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: Écrasez l'infâme!
16.9.06 20:41


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