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"Er gehörte zu den Menschen, die wohl eines Verbrechens fähig sind, aber keiner Insurbordination; im guten wie im schlimmen Sinne war er durch und durch Soldat. Bedeutende Individualitäten achten das Gesetz als die sittliche Notwendigkeit, gemeine als die hergebrachte alltägliche Regel; ebendarum fesselt die militärische Ordnung, in der mehr als irgendwo sonst das Gesetz als Gewohnheit auftritt, jeden nicht ganz in sich festen Menschen wie mit einem Zauberbann. Es ist oft beobachtet worden, daß der Soldat, auch wenn er den Entschluß gefaßt hat, seinen Vorgesetzten den Gehorsam zu versagen, dennoch, wenn dieser Gehorsam gefordert wird, unwillkürlich wieder in Reihe und Glied tritt; es war dies Gefühl, das Lafayette und Dumouriez im letzten Augenblick vor dem Treuebruch schwanken und scheitern machte, und eben demselben ist auch Pompeius unterlegen."

- Theodor Mommsen, "römische Geschichte"

"Denn man muß sagen, daß es Menschen gibt, die unter allen Umständen Sklaven sind, und solche, die es niemals sind. Dasselbe gilt auch von der Adligkeit. Sich selbst halten sie nicht nur bei sich zu Hause, sondern überall für adlig, die Barbaren aber nur in deren Land; denn es gebe eine Adligkeit und Freiheit, die dies schlechthin sei, und eine andere, die es nicht sei, wie etwa die Helena des Theodektes sagt: „Von beiden Seiten bin ich Sproß aus Götterstamm, wer darf es wagen, mich zu nennen eine Dienerin?“ Wenn sie dies sagen, so unterscheiden sie Sklaven und Freie, Adlige und Unadlige ausschließlich nach der Tugend oder Schlechtigkeit. Sie meinen nämlich, wie aus dem Menschen ein Mensch und aus einem Tier ein Tier entstehe, so werde auch aus dem Edlen ein Edles. Dies erstrebt die Natur zwar vielfach, erreicht es aber nicht immer."

- Aristoteles, "Politik"
3.12.06 23:01


Wie sich doch alles wiederholt:

"Ich weiche nicht aus"

Oder die neoliberalen Tagträumereien des Bundeshorsts - von seiner würdelosen Kriecherei gegenüber der Türkei ganz zu schweigen – tja, mein kleiner Bundeshorst, weißt du denn nicht, dass man bereits im antiken Athen deine Ansichten verworfen hat? Wie drückte es doch Perikles aus, als er die Athener ermahnte, sich nicht zu sehr von der, ihre Stadt heimsuchenden, Seuche entmutigen zu lassen und stattdessen den Krieg gegen Sparta und dessen Verbündete voranzutreiben:

"Ich meine nämlich, ein Staat, der insgesamt aufrecht steht, sei für den Bürger eine größere Hilfe, als wenn es im einzelnen jedem darin wohl ergeht, das Ganze aber zerbricht. Ein Mann, dem es wohl gelingt mit all seinen Dingen, wird in den Untergang seiner Stadt trotz allem mit hineingerissen; hat er Unglück, so hilft er sich bei des Staates Wohlfahrt eher heraus. Wenn nun die Stadt das Mißgeschick des Einzelnen zu tragen vermag, aber der eine für sich das ihrige nicht kann, wie sollen da nicht alle für sie einstehen"
31.12.06 18:41





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