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Inszenierte Wahlkampfeskapaden

Edmund Stoiber m?chte mal wieder die Republik f?r dumm verkaufen und gef?llt sich in der Rolle des gutm?tigen, ur-bayrischen Elefanten, der gar nicht verstehen kann, warum er im Porzellanladen soviel kaputt gemacht hat. Daher legt er munter nach und ist nat?rlich b?swillig falsch verstanden worden?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,369519,00.html

Wie schon bei seinen ?u?erungen ?ber die Ostdeutschen offenbart sich auch hier das schockierende Demokratiedefizit des selbsternannten christlichen Patrioten. Wer nicht CDU w?hlt der ist eben dumm und frustriert. Obwohl die ?u?erung, er akzeptiere nicht das man im Osten bestimme, wer Kanzler werde, eine Klasse f?r sich ist. Schlie?lich basiert die Demokratie darauf, dass jede Stimme gleich viel Wert ist und im Zweifel eben eine Stimme den Ausschlag gibt, wie bei der Wahl Adenauers zum Kanzler. Was will er denn tun, wenn der Osten auch dieses Mal der CDU die rote Karte zeigt? Die Unabh?ngigkeit Bayern proklamieren?

Es wirkt auf den politisch interessierten Menschen auch recht eigenartig, dass die CDU nun bewusst westdeutsche Ressentiments gegen den Osten aufgreift. Und damit praktisch die Ostdeutschen zum Feindbild stilisiert, da sich diese mit ihrem Wahlverhalten einer Politik entgegenstellen w?rden, die angeblich zu einer wirtschaftlichen Gesundung f?hren solle. Die CDU ist zwar stets bestrebt die Einheit zu feiern und die angeblichen Verdienste ihres ?bervaters des Aussitzers hervorzuheben. Aber ansonsten hat der Osten von den Konservativen nicht viel mehr als gebrochene Versprechen und die Rolle als S?ndenbock und unreifes Kind erhalten. Dabei haben die Menschen dort das autorit?re Regime der SED dort zu einer Zeit gest?rzt, als Kohl mit Hohnecker H?ndchen haltend ?ber den roten Teppich ging.

Das Recht, der Menschen ?ber ihre Stimmabgabe selbst zu entscheiden und sie der Partei zu geben, in deren Zielen sie sich am Ehesten wieder finden, scheint f?r den wertkonservativen Gutmenschen keinen Wert zu haben. Da er ja in einem Land mit vielen ?klugen Bev?lkerungsteilen? lebt, die auch immer die richtigen Entscheidungen treffen ? n?mlich seine Partei zu w?hlen. Blickt man dagegen hinter die Kulissen der Erfolgsgeschichte Bayern so wird einem Recht schnell klar, dass man sich solche Verh?ltnisse auf Bundesebene nicht w?nschen sollte. Dort ist n?mlich die soziale Selektion nach Besitzstand am st?rksten, herrscht ein unertr?glicher Sumpf aus Vetternwirtschaft und Korruption und die CSU hat nicht einmal soviel Anlass Druck auf die Gerichte auszu?ben, sollten diese tats?chlich einmal Anklage gegen einen der ihren erhebt.

Aber eigentlich will Stoiber auch Merkel schrittweise demontieren, schw?chen und letztendlich st?rzen ? vielleicht, um seinen politischen Busenfreund Koch den Weg zu ebnen. Merkel macht gute Mime zum b?sen Spiel. Vor nicht allzu langer Zeit, wollte sie einen Sonderwahlkampf Ost machen, in dem sie ihre ostdeutsche Herkunft betonen wollte. Und nun hat sie nicht mal den Anstand oder den Mut, den bayrischen Hinterw?lder ?ffentlich zu Recht zu weisen. Ein Fehler der sie mit die Kanzlerschaft kosten wird, da sie sich hier als Anw?ltin ihrer Landsleute gegen den unversch?mten Provinzpolitiker zeigen gekonnt h?tte. Traurig in die Kameras blicken reicht da nun mal nicht?
13.8.05 15:35
 



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